19 Oktober 2012

PITA


Einrad 15.10.2012 auf einer größeren Karte anzeigen
Gleich bei meiner ersten Einradtour seit einer Ewigkeit muss ich natürlich übertreiben. Über 10km in etwas mehr als einer Stunde über Stock und Stein - das hat mir 3 Tage Muskelkater eingebracht. Von dem PITA wollen wir gar nicht reden. So weich kann kein Sattel sein, wie ich das bräuchte.

Andererseits bin ich stolz wie Bolle, dass ich diese Strecke geschafft habe. Eigentlich wollte ich ja nur mal kurz um den Monrepos rumfahren, aber als ich dann am Jupiter angekommen war hat es mich dann doch interessiert, ob ich den Planetenweg zur Sonne hoch wohl so schaffe. An der Sonne angekommen war es ja immer noch hell. Bisher war ich noch kein einziges mal abgestiegen, also weiter.

S-Bahn Haltestelle Favoritepark, Cafe Mohrenköpfle, über die B27 rüber, Eglosheim, zurück nach Asperg. Dort ist ein neuer Kreisverkehr entstanden und die neue Ostumfahrung. Ich fahre ja für mein Leben gern auf noch nicht eröffneten Straßen rum und neugierig bin ich auch. Also bin ich auch noch ins Osterholz hochgefahren und dann noch am Kleinaspergle durch die Felder wieder heim.

Gegen Ende war's dann schon grenzwertig und die "Stolperer" haben sich gehäuft, aber toll war es dann schon. Das mache ich auf jeden Fall wieder

15 Oktober 2012

Ich asymptotiere!

Eigentlich wollte ich ja so schnell nicht wieder zu meinem Körper posten. Aber jetzt ist es wohl so weit: obwohl ich nichts, aber rein gar nichts geändert habe, nähert sich mein Gewicht asymptotisch an 95kg an. Da möchte man gerne aufgeben. Ich fresse jetzt wieder, was das Zeug hält. Genau!

Mooooooooment. Mache ich wirklich alles so wie vorher? Was macht der Hacker in so einer Situation? Genau! Reality Check.
  1. Grundumsatz: 1863,75kcal/d. Hoppla! Das sind 700kcal/d weniger als noch vor 3 Monaten. Wie kommt's? In der Mifflin-St.Jeor-Formel geht das Gewicht als lineares Glied mit ein - vor 3 Monaten hatte ich aber 20kg mehr.
  2. Mahlzeiten: Immer noch zwei am Tag. Naja... Bei der Zubereitung nasche ich gelegentlich aus dem Kühlschrank. Hmmmm. Das ist ja wohl jetzt nach meinem Plan ein deutliches Fehlverhalten
  3. Mahlzeitengröße: Unverändert. Äh? Sicher? Nein. Ich fange wieder mal an, mich zu belügen. Tsk, tsk, tsk. Wenn man sich schon selbst nicht mehr glauben darf. Ich fange schon wieder an, Restmengen zu verputzen. Ich nehme zweite Portionen. Ich hasse meine schwäbische Erziehung manchmal.
  4. Bewegung: Viel. Wirklich? Nicht lügen! Nein. Gelegentlich walken, zu oft ist Scheißwetter eine willkommene Ausrede. 20kg weniger haben zwei Effekte: Einmal tun meine Knie nicht mehr weh, zum anderen erhöht sich auch in voller Bewegung meine Atmung nur unwesentlich. Also muss ich in Zukunft den Herzschlag prüfen und die Intensität erhöhen. Z.B. einen Ballastrucksack tragen.
Alles in allem komme ich bei dem Reality Check gar nicht gut weg. Heute Abend war mir das Wetter wurscht, ich habe mein Einrad geschnappt und bin etwas über eine Stunde rumgefahren wie ein Irrer.

13 Oktober 2012

Mein Soundtrack

Wenn ich spontan ein Album benennen soll, die ich in meinem bisherigen Leben immer und immer wieder gehört habe, fallen mir viele ein - aber nur eines zuallererst. Mein Freund Stefan, der mir bereits Peter Gabriel und Genesis näher gebracht hat, hat mir dieses Album so um 1983 herum vorgestellt.

Eingespielt wurde I Advance Masked 1982 von den englischen Gitrarristen Andy Summers und Robert Fripp als erstes von zwei Gemeinschaftsalben. In den frühen 80ern, vor der allgemeinen Verfügbarkeit von CDs und digitalen Kopien habe ich das gemacht, was man damals so gemacht hat: ich habe mir eine Kopie auf Musikkassette gemacht.

Nicht lange darauf habe ich mir meinen ersten Walkman gekauft - und ich hatte von da an das Teil so häufig drauf, dass ein Jahr später in der Abizeitung unter meinem Bild Walkman stand. Und ich hatte ständig I Advance Masked auf den Hörern.

1984 hatte ich die Kassette drin, als es mir nach mehreren Versuchen nicht gelungen war, mich an der Universität Stuttgart zu immatrikulieren. Auf dem Bild auf meinem Studentenausweis war der Kopfhörer zu sehen.

1986 habe ich mir einen Plattenspieler gekauft und - I Advance Masked als LP. Ich hatte die Platte wirklich oft drauf beim Mathematik lernen und Lesen. Wenn ich mal daheim war.

Ich habe meiner damaligen Freundin Sonja eine Mixkassette gemacht, auf der Girl on a Swing und Hardy Country mit drauf war. Als mir ihr 1990 zusammengezogen bin, war diese Mixcassette immer noch da. Als ich sie dann 1994 geheiratet habe, war diese Mixcassette zwar total abgeschrabbelt, aber immer noch da.

Andy Summers und Robert Fripp sind mit uns 1996 umgezogen und als unser Sohn Michael 2001 die Nadel meines Plattenspielers abgerissen hat, um seiner kleinen Schwester zu zeigen, wie das funktioniert, war I Advance Masked eine der ersten Alben, die ich auf CD nachgekauft habe. Die Vinyl-Version steht immer noch oben auf dem Dachboden.

Letzt Woche habe ich beim Walken mehr zufällig wieder dieses Album aus der Sammlung auf meinem Smartphone ausgesucht, wo es selbstverständlich drauf war. Ich hoffe es hat niemand gesehen, wie ich geheult habe.

PS: Leider konnte ich außer der Preview auf amazon.de keine Hörbeispiele für Euch finden. Schade.

12 Oktober 2012

Gewichtsprobleme

Wie kommt's eigentlich, dass ich so fett geworden bin? Ein BMI von über 34 kann man ja auch als Bodybuilder bekommen, aber so viel Selbstbetrug habe ich nicht hinbekommen. Ich war fett und bin immer noch recht moppelig.

Ich hatte schon immer Gewichtsprobleme - als Kind aber eher andersrum: ich war so dünn, dass im Park die Enten mich füttern wollten. Meine Eltern erzählen mir heute noch Geschichten, dass ich teilweise tagelang so gut wie nichts gegessen habe und sie um mein Leben fürchten mussten. Sicher eine massive Übertreibung, aber im Kern wohl richtig.

Wo ist jetzt das Problem? Das ist ganz einfach. Im Gegensatz zu meiner Schwester habe ich immer nur gehört: "Bub, du bist so dünn, iss doch was". Jedes mal, wenn ich etwas gegessen habe, wurde ich dafür gelobt. Wenn ich viel gegessen habe, wurde ich viel gelobt. So lernt man vor allem eins: viel und regelmäßig essen.

Ich habe unglaubliche Portionen vernichtet, regelmäßig. Zu Schulzeiten und in meinem Studium war das auch einigermaßen in Ordnung - ich habe mehrere Stunden in der Woche trainiert und junge Männer können Unmengen von Kalorien verbraten, wenn sie nur dumm rumsitzen.

Dummerweise bleibt das nicht so - irgendwann durfte auch ich mit Arbeit anfangen und damit fing mein zweites Problem schleichend an: Übergewicht. Wenig hilfreich in diesem Zusammenhang war auch, dass ich mit Rauchen aufgehört habe - und meine Sucht auf das Essen verlagert habe. Man kann Rauchen auch aufhören, ohne zuzunehmen - ist mir aber nicht gelungen.

Mir selbst gegenüber einzugestehen, dass ich Probleme mit meinem Körper und meinem Gewicht habe, war der erste Schritt zum Body Hacking. Ich habe auch schön früher abgenommen, da habe ich aber eben nur abgenommen. Diesmal - so hoffe ich - mache ich das richtig.

08 Oktober 2012

Gottlos

Tja. Nach sehr vielen Jahren des Suchens habe ich mich entschlossen, dass ich Atheist bin. Ich habe da wohl eine ganz typische Entwicklung durchgemacht. Als Protestant aufgewachsen und erzogen habe ich im Alter von 14 Jahren einen völlig normalen Anfall von Religiosität erfahren - schließlich stand die Konfirmation an und lockte mit Geschenken. Dafür war mir das Jahr Konfirmationsunterricht durchaus recht - und die Konfirmandenfreizeit ist für einen pubertierenden Jugendlichen durchaus auch verlockend.

Ich werde jetzt nicht in den Fehler vieler Atheisten verfallen und das alles als Zeitverschwendung abschreiben. Im Gegenteil: Eine solide Grundausbildung in der regional bevorzugten Religion trägt sehr viel zum allgemeinen Verständnis der Gesellschaft bei, auch wenn ich auf das Auswendiglernen von Kirchenliedern gut hätte verzichten können.

Später hat es mich noch einmal recht stark zu Buddhismus und zur Reinkarnation hingezogen, speziell die geschlossene Philosophie hat mir recht gut gefallen. Tatsächlich hat mich ein alter Kirchentheoretiker (Wilhelm von Ockham) davon überzeugt, dass man das alles dann auch weglassen kann.

Was bleibt übrig: Die Überzeugung, dass das soziale Verhalten gegenüber meinen Mitmenschen vielleicht nicht unbedingt mir direkt, aber der Gemeinschaft insgesamt nützt und eventuell dann doch auf mich zurückfällt. Ich kann nett zu anderen sein, ohne dass mir jemand mit dem ewigen Verderben drohen oder mit dem Paradies locken muss. Wir haben dieses eine Leben und aus dem sollten wir das beste machen, sollte es am Ende anders sein, schadet es nichts.

Viele Religionskritiker führen an, dass die Religion in der Vergangenheit schlimmes angerichtet hat. Kriege, Unterdrückung, Folter und jede andere wie auch immer geartete Widerwärtigkeit, die man seinen Mitmenschen antun kann. Ich vertrete die gewagte These, dass die Religionen dafür nichts können. Hätte vor 2000 Jahren die Menschheit in einem luziden Moment jede Religion abgeschafft, hätten wir mit großer Sicherheit genau das selbe erlebt. Dann eben unter einem anderen Vorwand. Denn nicht Religionen begehen Gräßliches, sondern Menschen. Und denen ist jeder noch so fadenscheinige Vorwand zu Rechtfertigung recht.

07 Oktober 2012

Die Hacker-Diät

Was ich in den letzten paar Tagen gepostet habe ist kein allgemeingültiges Rezept zum Abnehmen oder zum gesunden Leben. Das hat einmal funktioniert und zwar mit meinem Körper. Wenn Du das gleiche machst, passiert vielleicht etwas völlig anderes. YMMV. Vielleicht bekommst Du bunte Punkte oder wirst sehr, sehr dick. Oder krank.

Ich bin kein Arzt, kein Ernährungswissenschaftler, kein Sportler und kein personal Trainer. Ich bin Hacker und hacke meinen eigenen Körper. Wenn Du das auch machen willst, musst Du selbst herausfinden, was Du anders machen kannst. Vielleicht solltest Du damit anfangen, herauszufinden, ob Du überhaupt etwas ändern musst.

Mit Deinem eigenen Körper herumexperimentieren ist schließlich nicht das gleiche wie Dein iPhone oder Deine Xbox zu rooten oder Linux auf einem toten Dachs zu installieren.

Andererseits ist es eine gute Gelegenheit, über Deinen Körper, Ernährung, Sport und Dich selbst mehr Dinge zu lernen als Du jemals wissen wolltest. Die Hacker-Diät ist zuallererst mal ein Lernprozess. Du musst ein Experte für Deinen Körper werden. Niemand sonst kann das tun, sonst steckt niemand in Deinem Körper (wenn doch, solltest Du Dich in psychatrische Behandlung begeben).

Wenn ich meinen Blog so lese, glaube ich selbst fast, dass ich das alles herausgefunden habe, bevor ich angefangen habe mit Abnehmen. Das ist natürlich nicht so. Das meiste habe ich währenddessen gelernt. Wäre natürlich cool gewesen, wenn das genau so gelaufen wäre, wie ich das darstelle, deshalb schreibe ich das ja auch so.

Und jetzt: happy hacking.

06 Oktober 2012

Body Hacking V: Neues vom Spocht

An und für sich ist die Formel recht einfach: Wenn man mehr Kalorien zuführt als man verbraucht nimmt man zu, im umgekehrten Verhältnis nimmt man ab. In den vergangenen Posts habe ich viel darüber geschrieben, wie ich die aufgenommenen Kalorien reduziere.

Damit mein Körper nicht auf die saublöde Idee kommt, Muskelmasse statt Fett abzubauen, muss ich einen gewissen Anreiz bieten. Ausdauersport hat sich da aufgedrängt, meine Zeiten als Ballsportler sind rum und Krafttraining macht mir gar keinen Spaß. Außerdem will ich keine Muskeln aufbauen.

Jogging ist mir als erstes eingefallen, aber für richtiges Jogging sollte man so laufen, dass man sich theoretisch noch unterhalten könnte. Tatsächlich war das bei keinem Tempo bei mir möglich. Außerdem sind meine Knie durch jahrelanges Volleyball und Beachvolleyball abgenutzt, da ist Jogging mit meinem Gewicht suboptimal. Vielleicht wenn ich noch weniger wiege.

Einrad. Ja, stimmt, da war doch noch was! Hab' ich jahrelang gemacht, ist aber jetzt so ein bisschen einseitig auf den Unterkörper beschränkt. Mache ich gern so zwischenrein, aber ich will auch hier effizienter werden.

File:Marko Kantaneva, the creator of nordic walking.jpgBleibt noch Nordic Walking. Sieht bescheuert aus, reicht aber um mich zum Schwitzen zu bringen. Auf magische Weise sind meine Runden recht genau eine Stunde lang und tragen mich um den Hohenasperg herum. Teilweise auch drüber.

Walken macht jetzt auch nicht wirklich Spaß, aber mit schöner Aussicht und Musik auf den Ohren kann man sich das einigermaßen versüßen.

Ausrüstungsintensiv ist es auch nicht: Walking-Sticks gibt es immer wieder mal bei den verschiedenen Discountern und wenn es sein muss, kann man ja immer noch im Sportfachgeschäft kaufen. Anständige Schuhe sind nicht schlecht, aber anfangs tun es auch irgendwelche alten Jogging-Schluffen.

Für Nordic Walking gibt es Lauftreffs und professionelle Anleitung aber ich nehme - na klar - Wikipedia & Youtube. Dort steht zwar, dass man viel falsch machen kann, aber was soll's? Ich finde mit den Stöcken laufe ich automatisch etwas schneller, dynamischer und überhaupt wird es mir richtig warm dabei. Dabei tut mir nichts weh und Luft bekomme ich auch genug. Wehe es filmt mich jemand.

05 Oktober 2012

Body Hacking IV: Zwischenbilanz

Ich mach' das ja jetzt schon über drei Monate - erste Erfahrungen konnte ich schon sammeln. Was habe ich bei meinem Angriff dazugelernt?

Ich habe Hunger. Ich habe oft Hunger. Hunger ist kein Problem, so lange es nicht mit Zittern und Schweißausbrüchen verbunden ist. Ich glaube, Abnehmen ohne Hunger ist eher nicht zu machen. Ich kann mich irren. Hunger ist Fett, das den Körper verläßt. Nachdem ich viel trinken soll, pumpe ich einen halben Liter Wasser in mich rein, wenn ich Hunger habe. Das hilft oft.

Wasser alleine ist ausgesprochen langweilig, aufgesprudelt ist es ein wenig schwer zu handhaben in solchen Mengen. Ich habe bei REWE reinen Zitronensaft in der Literflasche gefunden - das macht Wasser deutlich interessanter. Andererseits funktioniert es auch ganz gut mit Kaffeebohnen drin - wenn man die vorher gemahlen hat.

Getränke ist überhaupt ein Thema - ich vermeide wie auch immer gesüßte Getränke wie die Pest, auch Säfte. Das sind Kalorien, die kein Mensch braucht und der Insulinspiegel ist hier wieder ein Thema.

Auch Lightprodukte und -getränke kommen mir nicht auf den Tisch. Süßstoffe können nur schlecht sein: erst dem Körper Zucker vorgaukeln und dann keine Kalorien liefern. Das ist Verarsche in Reinform. Das andere Zeug hilft vermutlich vor allem den Herstellern.

Meine Masse ist um 20kg runter. Das ist zwar toll, aber auch mein Bauchumfang ist deutlich niedriger - meine Hosen passen alle nicht mehr. Neue will ich aber auch nicht kaufen, ich will ja noch mehr abnehmen. Ich musste einen Gürtel kaufen. An einigen Hosen sieht das behämmert aus, dafür bekomme ich ältere Hosen wieder zu, aber auch die schlottern um meine Hüfte. Also Achtung: Abnehmen erzeugt Folgekosten. Andererseits hängen alle meine XL T-Shirts wieder bis über die Gürtellinie runter, so dass man den gerafften Hosenbund nicht so sehr sieht.

Den Trip zum Hauersee hab' ich inzwischen auch wieder gemacht - vor ein paar Wochen. Ich bin ohne wirkliche Probleme hochgekommen und hab' auch den restlichen Aufstieg zum Luibiskogel geschafft. Das war letztes Jahr unmöglich.

Mein Reflux ist weg, seit ich unter 100kg habe - ich nehme kein Omeprazol mehr und meine Speiseröhre ist trotzdem komplett abgeheilt. Ich bin froh, dass ich das Zeug los bin - das kann auf Dauer nicht gut sein, einen Protonenpumpeninhibitor einzunehmen, das greift schließlich auch in die Verdauung ein.

A propos Verdauung - die ist ausgesprochen empfindlich und übellaunig geworden. War vielleicht auch zu erwarten, wenn man seine Ernährung von einem Tag auf den anderen umstellt.


04 Oktober 2012

Body Hacking: Moooment!

Mooooment. Was will ich eigentlich erreichen? Ich sagte es ja schon: ich will Gewicht verlieren. Am liebsten wär' mir ein Körper wie Matthew McConaughey mit meinem Intellekt und der Erfolg von Steve Jobs dazu. So richtig realistisch ist das aber nicht, außerdem weiß ich eigentlich gar nicht, wie man den McConaughey ausspricht und Steve hat auch nicht so richtig was von seinem Erfolg.

Einfach so vor sich hin hacken ist nicht, es wird Zeit mal realistische und konkrete Ziele zu definieren.

Grob gesagt möchte ich die unästhetische Fettwampe los haben und mich einfach besser fühlen. Das sind doch mal Ziele. Was genau heißt das dann wohl für meine beobachtbaren Parameter?

Mein BMI sollte auf jeden Fall mal unter 30 liegen, besser so gegen 25. Bei meiner Größe läge eine Masse von 90kg sehr schön in diesem Bereich und es ist eine runde Zahl. Legen wir das also mal als Ziel fest. Macht 26kg - das ist schon mal eine Hausnummer. Mit 26kg weniger bin ich immer noch über meinem Normalgewicht. Auwei. Als nackte Zahl klingt das brutal.

Als Zeitrahmen hab' ich mir mal den Rest des Jahres gesetzt, 7 Monate. Auch weil's so schön Rund ist. Zu schnell soll es nicht gehen - ich habe Angst, dass schnell abnehmen zu schnell wieder zunehmen führt.

Aus dem Jojo-Effekt lerne ich, dass es für mich keine Diät gibt - nur eine Ernährungsumstellung kommt in Frage. Wenn ich in alte Gewohnheiten zurückkehre, werde ich auch zu altem Gewicht zurückkehren. Ich leide unter Esssucht und die muss ich überwinden.

Nach Erreichen der 90kg ist also sofort das nächste Ziel zu sehen: Gewicht halten.

03 Oktober 2012

Body Hacking Part III: Angriff

Ende Mai habe ich meinen Angriffsplan zusammen.

Zuerst lege ich ein Log an und zeichne meine Masse möglichst genau auf. Von Aldi gabs schon vor längerer Zeit eine Körperfettwaage mit  100g Genauigkeit - die kommt auf den Badezimmerboden und wird abgestaubt. Neue Batterien können nicht schaden.
45 5 * * * wiegen > /var/log/masse
Also jeden morgen direkt nach dem Aufstehen auf die Waage. Die Körperfett-Funktion der Waage ignoriere ich großzügig - die wirft sowieso nur zufällige Werte aus.

Ich kapere den Input Stream meines Körpers. Zuerst leite ich erst mal den Input komplett nach /dev/null - deshalb nennt man das ja auch eine Null-Diät. Nur für eine Woche, um zu verhindern, dass der Körper als Reaktion darauf in den Hungerstoffwechsel wechselt. Dazu gibt's massenweise Wasser und einmal am Tag ein bisschen Gemüsebrühe oder einen leckeren Orangensaft.

Ich hab' schon mal gefastet, also weiß ich, dass man da eigentlich kaum Hunger bekommt. Das Ganze hat den Grund, dass ich um die Entzugerscheinungen herumkommen will - Heißhungerattacken sind heimtückisch und außer Fressen weiß ich kein sinnvolles Gegenmittel. Sozusagen ein Einstimmen des Körper auf eine große Änderung.

Die erste Woche brachte mir schon mal ein BMI-Minus von 2 ein - als Anfang nicht schlecht. Fasten alleine taugt nichts zur Gewichtsreduktion, nach einer Woche ist vor allem mein Darm komplett leer und will erst mal so nach und nach mit 1-2kg Masse gefüllt werden. Das macht nichts und ist so zu erwarten.

Hier beginnt die zweite Phase des Angriffs: Kontrolle des Input Streams. Nachdem ich noch nie das Frühstück unbedingt gebraucht habe und eine Hungerattacke vor 12:00 Uhr bisher eigentlich noch nie vorgekommen ist, gibt's erst mal bis 12:00 Uhr nix. Nada. Niente. Rieng. Gor nix.

Mittagessen wird auf eine kleine Portion reduziert. Nach dem Nulldiät-Warnschuß ist mein Körper geneigt, darauf mit milder Sättigung zu reagieren. Danach gilt es, den Insulinspiegel möglichst schnell wieder runterzubringen, damit die Lipolyse weiter eine Chance hat. Das heißt: direkt nach dem Essen darf gern noch was winziges zum Naschen geben, danach ist striktes Eßverbot bis zum Abendessen.

Das Abendessen sollte jetzt wieder so spät stattfinden, dass auch eine kleine Portion reicht bis zum Schlafengehen. Dabei ist mir eigentlich total egal, was es zu Essen gibt, mal abgesehen von meinen Chips, Drops und Bonbons habe ich schon lange eine gut ausgewogene Ernährung - ich konnte dort keinen Platz für Optimierungen entdecken. Hauptsache wenig.

02 Oktober 2012

Body Hacking Part II: Angriffsvektoren

Mein Körper ist eine Blackbox. Ich habe keinen root-Account, meine Rechte sind extrem beschränkt. Aufschrauben kann ich ihn nicht. Selbst bei dem, was ich mit meinem Körper tun kann habe ich Grenzen - ich möchte ja nichts kaputt machen, das ist mein einziger Körper. Auf was genau hab ich denn eigentlich Zugriff und wie viel?

Input

Target System
Ich kann auf jeden Fall die aufgenommene Nahrung von Zusammensetzung, Menge und Timing kontrollieren. Die Grenzen scheinen Hunger und Völlegefühl zu sein. Mein Körper hat sich mit Heißhungerattacken, Zittern und Schweißausbrüchen eine weitere Grenze einfallen lassen - das sind klassische Entzugssymptome. Innerhalb dieser Grenzen habe ich recht großen Gestaltungsspielraum.

Es haben sich bereits unzählige Diäten etabliert, das geht von der Lichtnahrung über das Heilfasten bis zu Frissdichvollundseivergnügt-Diät. Allen gemein ist der gefürchtete Jojo-Effekt. Sobald man die Diät beendet, verfällt man in alte Angewohnheiten und füllt alles wieder auf, was man zuvor verloren hat. Plus einer gewissen Überkompensation.

Steuerung

Prinzipiell kann ich alles mögliche tun, um meinen Leistungsumsatz in die Höhe zu treiben. Sport fällt einem da spontan ein. Begrenzende Faktoren wären da kurzfristig Atemnot und Erschöpfung, langfristig Muskelkater und Verletzungen. Ansonsten ist sich die Fachwelt einig, dass Bewegung nicht schadet.

Nachdem die Skelettmuskulatur im Durchschnitt mit 26% am Grundumsatz beteiligt ist, kann man wahrscheinlich auch den Grundumsatz erhöhen, indem man die Muskulatur trainiert. Schaden wird auch das eher nicht.

Hardware

Prinzipiell habe ich vollen Zugriff auf meinen Körper. Radikale Methoden wie Selbstmord (dauerhafte Gewichtsreduktion) möchte ich mal ausschließen. Es haben sich aber mehrere Methoden etabliert, die anscheinend funktionieren, z.B. Fettabsaugung und Magenverkleinerungen. So verzweifelt bin ich nicht, außerdem müsste ich das als Hacker selber machen.

Mir bleibt dann eigentlich nur noch, verschiedene Parameter am Körper zu beobachten, da kommen in Frage
  • Masse (Gewicht)
  • Körpergröße (sollte konstant bleiben)
  • Bauchumfang
  • Fettschicht
  • Wassergehalt
Die Anschaffung einer Waage und eine Maßbandes ist erst mal sinnvoll. Körperfettwaagen versuchen über den elektrischen Widerstand der Haut den Körperfett- und Wasseranteil zu bestimmen, das erscheint mir aber zu sehr Voodoo.

Output

Naja, da ist die Kontrolle auch nicht so toll. Was raus will muss raus. Aber halt! Da gibt's noch was. Allgemein beliebt ist das Schwitzen. In der Sauna kann man viel Gewicht verlieren und gesund scheint es auch zu sein.

Da beim Schwitzen aber nur Wasser abgegeben wird und das auch noch so schnell wie möglich wieder nachgeschüttet werden sollte, ist mit Schwitzen allein wohl nicht viel zu erreichen.

Sonst: ich wollte schon immer mal ein Klo mit eingebauter Waage.

Fazit

Was will ich eigentlich? Ich will Gewicht verlieren. Muskelmasse und Wasser scheinen sich wenig zu eignen, Knochen scheiden völlig aus, also bleibt eigentlich nur noch das Körperfett. Das ist zwar offensichtlich, ich wollte es aber doch erwähnt haben. Invasive Methoden (Magenband, Magenverkleinerung, Fettabsaugung, Amputation von Gliedmaßen) sind mir zu radikal und zu teuer. Auf diese Methoden werde ich erst zurückgreifen, wenn alles andere nicht klappt.

Als Angriffsvektoren verbleiben mir:
  • Manipulation des Inputs
  • Manipulation des Leistungsumsatzes
  • Logging von Messwerten
Ist doch schon mal eine ganze Menge, oder?

01 Oktober 2012

Body Hacking Part I: Informationsbeschaffung

Abnehmen und Gewicht halten. Wie geht das? Ich bin ein Hacker. Ich mache es wie ein Hacker.

Wikipedia weiß eine Menge.
Ein Besuch beim Arzt kann nicht schaden:
  • Ich bin so weit gesund
  • Der Plan mit dem Abnehmen wird von ärztlicher Seite sehr begrüßt
  • Der Doc meint, dass Essen zu einem hohen Insulinspiegel führt, bei hohem Insulin kein Fett abgebaut werden kann. Also empfiehlt er möglichst hohe Abstände zwischen den Mahlzeiten
  • Beim Abbau von Fett entsteht Harnsäure, die ist aber nicht gesund. Man soll sehr viel trinken, um die Harnsäurekonzentration im Blut so niedrig wie möglich zu halten.
  • Der Grundumsatz muss gedeckt werden, um nicht in den Hungerstoffwechsel zu kommen.
Wie sieht es gerade bei mir aus (ok, ich nehme mal die Werte vom Anfang):
  • BMI: 34,7
  • WHtR: 0,65
  • Grundumsatz: 2.583,75kcal/d nach Mifflin-St.Jeor-Formel
  • 3 Mahlzeiten am Tag, dazwischen massenweise Bonbons oder Gummibärchen. Abends auch mal eine Tüte Chips oder Nüsse (zusätzlich)
  • Regelmäßge Heißhungeranfälle mit Schweißausbrüchen und Zittern
  • Bewegung: unregelmäßig Nordic Walking, Stahl Fatal Training
Wampe guckt raus
Hier guckt die Wampe raus
Fazit: Aua.

Als nächstes bestimmen wir die Angriffsvektoren.

30 September 2012

Abnehmen

Abnehmen kann doch nicht so schwer sein. Naja. ist es auch nicht. Fasten, FDH, Kur, Brigitte-Diät, egal. Man nimmt ab. Das Problem ist das wieder zunehmen.

Bei mir ist das Essen eine Sucht. Wie das Rauchen. Irgendwann hab' ich bemerkt, dass ich sogar ähnliche Argumente verwende wie für das Rauchen:
  • Es schmeckt mir
  • Ich esse doch gar nicht so viel
  • Hauptsache, ich fühle mich wohl mit meinem Gewicht
Zwischen den beiden Bildern liegen ca. 20kg
Ist schon erstaunlich, wie sehr man sich belügen kann - und es auch noch glaubt. Tatsächlich habe ich es mit meiner Einstellung auf fast 120kg gebracht und habe mich gar nicht gut gefühlt.
  • Ich fand meinen Bauchspeck eklig
  • Im Bild links sieht man mich auf dem Weg von Köfels zur Hauerseehütte. Ich hab' es fast nicht geschafft
  • Ich hatte deutlichen Reflux, da meine Innereien an meinem Magen gezerrt haben. Ich nehme seit Jahren Omeprazol und trotzdem war meine Speiseröhre so angegriffen, dass ich Whisky nur noch unter Schmerzen trinken konnte
Das Erlebnis 2011 mit dem Hauersee war ein echtes Warnsignal und hat mir sehr zu schaffen gemacht. Meine erste Überlegung war: ich bin inzwischen nur noch am Schreibtisch, ich brauche mehr Bewegung. Aldi hatte gerade Nordic Walking im Angebot, ich hab' mir Sticks gegriffen und losgelegt. Paradoxerweise fand ich die Aussicht, dabei auch etwas abzunehmen erfeulich (wo ich mich doch so wohl fühle mit meinem Gewicht).

Abgenommen habe ich natürlich null Komma nix - ich habe zugenommen. Nordic Walking ist appetitanregend.

Mehr im nächsten Post.

06 März 2011

Guttenwatch


Mit großem Misstrauen habe auch ich auf die Facebook-Gruppe Wir wollen Guttenberg zurück gesehen und fand dann auch, dass verdächtig viele - sagen wir mal freundlich - Unbedarfte herumrennen. Aufgefallen ist mir dann auch auf der Seite medienstratege.de der Beitrag Neue Indizien auf gefälschte Guttenberg-Fans:
Noch unglaubwürdiger wird die Geschichte, wenn man den Zustrom an Fans betrachtet. Der Derivatehändler Kristjan Schmidt, geübt in langen Zahlenreihen, beobachtete aus Interesse die Fan-Entwicklung. Und stolperte über ein interessantes Phänomen – über einen nahezu konstanten Strom von tagsüber 150 bis 180 neuen Fans pro Minute. Keine Ausschläge nach oben, keine Ausschläge nach unten. Das ist mehr als ungewöhnlich, denn im Web sind die Nutzerzahlen extrem mit der Tageszeit verbunden.

Auch nachts stoppte der Strom nicht. Insgesamt sank die Zahl zwar und pendelte sich bei 40 neuen Freunden pro Minute ein. Allerdings wieder ohne Schwankungen. Benötigen die Fans von Herrn Guttenberg keinen Schlaf? Oder hat er viele Freunde im anderen Teil der Welt …
Das wollte ich dann doch genauer wissen. Zuerst greift man da zum Suisse Army Knife, nachdem man sich die Facebook-Seite genauer angesehen hat und eine Regular Expression für die Anzahl der Likes für die Seite gefunden hat (bin/guttenwatch.pl):


#!/usr/bin/perl -w

require LWP::UserAgent;
use POSIX qw(strftime);

my $ua = LWP::UserAgent->new(agent=>'Mozilla/5.0');
$ua->timeout(10);
$ua->env_proxy;

my $response = $ua->get('http://www.facebook.com/pages/Wir-wollen-Guttenberg-zur%C3%BCck/136786223053705');

if ($response->is_success) {
foreach ($response->decoded_content) {
if (/class=\\"uiNumberGiant fsxxl fwb\\">(\d{1,3}(?:\.\d{3})*)\\u003c\\\/span>\\u003c\\\/div> Personen gef\\u00e4llt/) {
my $num=$1;
$num =~ s/\.//;
print strftime("%Y-%m-%d %H:%M:%S", localtime) ."\t$num\n";
}
}
}
else {
die $response->status_line;
}


Schon mal nicht schlecht, das Script findet immerhin die Anzahl der Likes auf der Seite. Das sollte es jetzt aber regelmäßig tun, und hier kommt mein Freund, der Cron-Dämon zum Einsatz, mit dem Befehl crontab -e kann man eine Benutzercrontab anlegen (oder editieren):
*/5 * * * * bin/guttenwatch.pl >> .guttenwatch

Ab sofort legt das Script alle 5 Minuten die Besucherzahl ab.

Um das ganze zu visualisieren, ist gnuplot das richtige Werkzeug - leider kann das nun keine erste Ableitung, also brauche ich noch was, um die neuen Benutzer pro Minute auszurechnen, da ist wieder perl richtig (bin/guttendiff.pl):

#!/usr/bin/perl -w
use Time::Local;
$last=0;
$lastt=0;
while (<>) {
chomp;
if (/^(\d{4})-(\d{2})-(\d{2}) (\d{2}):(\d{2}):(\d{2})\t(\d{4,})$/) {
my $time=timelocal($6, $5, $4, $3, $2-1, $1-1900);
if ($last) {
printf "%s\t%0.1f\n", $_, ($7 - $last)*60/($time-$lastt);
}
$lastt=$time;
$last=$7
}
}


Jetzt noch kurz durch die kryptische Syntax von gnuplot kämpfen (guttenplot.gp):

set terminal png size 1200, 800
set output "guttenplot.png"
set multiplot layout 1,2 title"Neue Benutzer in 'Wir wollen Guttenberg zurück'"

set title "Benutzer absolut"
set xdata time
set timefmt "%Y-%m-%d %H:%M:%S"
set style line 1 lt 1
set xdata time
set xtics border format "%d.%m. %H:%m" rotate
plot 'guttennumbers' using 1:3 title "Benutzer" with lines

set title "Neue Benutzer pro Minute"
set xdata time
set timefmt "%Y-%m-%d %H:%M:%S"
set style line 1 lt 1
set yrange [0:]
set xdata time
set xtics border format "%d.%m. %H:%m" rotate
plot 'guttennumbers' using 1:4 title "Neue Benutzer/min" with lines
unset multiplot


So, und nun hab' ich alle Werkzeuge für bunte Bildchen: Nach dem Aufruf von
guttendiff .guttennumbers > guttennumbers; gnuplot guttenplot.gp
habe ich eine hüschbe neue Grafik, die mir zeigt, dass inzwischen alles mit rechten Dingen zuzugehen scheint. Viel Arbeit für gar nix.

16 Oktober 2010

Autorun

Bei neuen Bildern fürs Glasperlenspiel ist mir aufgefallen, dass meine Photo-CDs noch eine gewisse Interaktion vom normalen Windows-Benutzer erwarten - man muss die index.html mit einem Doppelklick treffen.

Unter Windoze gibt es aber die autorun-Funktion, das kann so schwer ja nicht sein. Also mal nachlesen: erste sinnvolle Quelle ist SelfHTML - dort ist der Artikel http://aktuell.de.selfhtml.org/artikel/programmiertechnik/autorun/index.htm zu finden. Dort ist von ShelExec.exe die Rede, was man bei http://www.naughter.com/shelexec.html finden kann.

Man kann mit der autorun.inf ja sogar ein Icon angeben, was ich mir mit png2ico aus aus den emblem-photos.png von gnome zusammenschraube. Das Ganze wird jetzt nur noch mit der Datei autorun.inf zusammengehalten:
[autorun]
icon = .\autorun\photos.ico
open = .\autorun\shelexec .\index.html
shell\verb\command = .\autorun\shelexec .\index.html
shell\verb = Bilder (cc) Klaus Muth

autorun.inf versenke ich im Hauptverzeichnis der CD, photos.ico und shelexec.exe in dem neuen Unterverzeichnis autorun und danach wird eine neue ISO-Datei erstellt. Ein Test in meinem virtuellen Windows-Rechner zeigt: jetzt kann auch jeder Windows-User meine Poto-CD ansehen.

War doch gar nicht so schwer!

31 Juli 2010

Odysseus modern - Flugreisen mit der AUA

Ist doch schön, wenn man nach 3 Tagen auf Geschäftsreise wieder heim darf - ein Kollege hat mich auf den Flughafen Wien gebracht, kurz vor knapp. Am Checkin kommt dann Freude auf - mein Checkincode wird mit dem Kommentar "Cancelled" abgelehnt. Ein kurzer prüfender Blick auf die Abflugstafel: OS187, 17:20 nach Stuttgart - Cancelled.

Hmmm. Da steht schon so ein Typ mit Austrian Air Jankerl rum, der weiß, dass ich gegenüber an den Ticketschalter darf. Macht nix, 4 Schalter, kurze Schlange - kein Problem. 30 Minuten später weiß ich, wo das Problem liegt: für die Umbuchung brauchen die Damen eine Weile, die Schlange bewegt sich nicht. Gut dass ich auch im Stehen lesen kann...

Als ich dran komme, sind die deutlich früher eingecheckten anderen 60 Passagiere in der Schlange, teilweise lautstark maulend und fluchend. Fliegen macht halt Spass.

Nur 40 Minuten später halte ich Tickets und Buchungen von Wien nach Frankfurt und von Frankfurt nach Stuttgart in Händen plus einer Entschädigung von 250€, die mir freiwillig angedreht wurde. Auch gut, aber ich wär' lieber daheim. Der Flug nach Frankfurt startet 18:30, Checkin 17:50. Pünktlich am Checkin, nach dem typischen Flughafenstriptease setze ich mich in den angenehm abgedunkelten Wartebereich - moment: das ist kein Rauchglas - draußen ist schlichtweg Weltuntergansstimmung. Starkregen und schweres Gewitter.

Irgenwie sind wir dann auch am falschen Gate, die bisher Wartenden werden 2 Gates weitergereicht, Ringelpietz ohne Anfassen. Das Wetter draußen lässt nichts Gutes ahnen und natürlich zeigt nur die Anzeigentafel Verspätung - unser Flieger darf wegen dem Sauwetter Runden drehen - neuer Abflug jetzt 18:50.

Ich bin ja vorsichtig, also mal nach dem Anschluss fragen - die werden schon warten, es seien 4 Personen an Bord, die diesen Anschluss brauchen. Ach? Wo sind die anderen 60 aus der ausgefallenen Fokker 70? Die hatten wohl noch schlechtere Verbindungen.

Tatsächlich wird's dann 19:05 für LH3537, innerlich hab' ich mich von der LH1358 verabschiedet. Mal sehen: Abflug 20:50, Checkin ab 20:10.

In Frankfurt landen wir denn auch 20:30 - am anderen Ende des Flughafens, der Bus von Flieger zum Terminal ist dann fast so lange unterwegs wie der Flieger selber. Am Gate A3 bin ich dann auch gerade recht, um zu erfahren, dass mein Anschlussflug gerade ohne Zwischenfall - und ohne mich - gestartet ist. Macht nix, Umbuchung ist gleich um die Ecke bei Gate A22. Nur schade, dass es sich bei der Ecke um einen gefühlten Kilometer handelt.

Am Umbuchungsschalter wird mir zwar ob meiner milden Verärgerung viel Verständnis entgegengebracht - schneller als 21:20 am Gate A19 (gefühlte 2km wieder zurück) geht's aber nicht.

Immerhin - der Nachtflieger ist jetzt total leer - fast freie Sitzplatzwahl - hautpsächlich scheinen da miesgelaunte Gestalten zu sitzen, die ich schon in der Warteschlange in Wien gesehen habe. Und trotz einiger Schreckenszenarien, die mir durch den Kopf gehen (Bombendrohung, Flugzeugentführung nach Mogadishu, Kaffee an Bord alle) landen wir um 23:00 tatsächlich bei Scheisswetter in Stuttgart. Gut, dass mein Motorrad noch da steht - um 24:00 bin ich dann tatsächlich schon daheim.

12 Dezember 2009

Mr. Boom Boom Boom

Ich hab's getan! Seit über einem Jahr knurpsle ich daran herum, ein neues Instrument zu erlernen. Nach relativ kurzer Zeit war mir klar, dass es Bass werden soll.

Dann hat mich lange die Tatsache aufgehalten, dass ich vielleicht erstmal mit einem Kontrabass anfangen sollte - da ist es jetzt nicht einfach, Unterricht dafür zu finden! Also hab' ich mich umentschieden und gleich mit dem E-Bass angefangen, dafür gibt es auch in Asperg einen kompetenten Lehrer und ich muss nicht so ein Riesenmonster bis nach Ludwigsburg schleppen für den Unterricht.

Untergekommen bin ich dann bei Roger Scheerer, der auch frisurentechnisch perfekt zu mir passt. Mal sehen, momentan habe ich alle zwei Wochen Unterricht - mehr ist nicht drin für jemanden, der schon ein paar Instrumente spielt und auch gelegentlich arbeiten gehen sollte.

Zur Zeit ist die Lernkurve ja auch noch astronomisch steil, ein Grund, wieso ich auch mal wieder was neues machen wollte...

17 September 2009

Qual der Wahl

Ich bin Terrorist: www.dubistterrorist.de.
Und meine Freiheit muss ich auch retten: www.rettedeinefreiheit.de.
Wenn die großen Parteien nicht langsam mal reagieren, werden sie massenhaft Wahlvolk verlieren.

Mal davon abgesehen - bei Schlag den Raab wird gerade im Studio immer die Sonntagsfrage gestellt. Ich bin geradezu entsetzt von der Rechtslastigkeit des Publikums. Denen kann man vorregieren, was man will, die wählen immer noch CDU.Was für ein Volk.

Schleichender Plattfuß

Vorgestern haben mich doch glatt die Grünen (naja, inzwischen war einer stark blaustichig) auf Motorrad angehalten. Beim Abfahren auf der Bergheimer Steige war denen aufgefallen, dass mein Motorrad auf der Hinterachse stark eiert, ein Umstand, der mir auch schon aufgefallen war. Ich hatte das auf die feuchte Straße geschoben tatsächlich lag es an dem Druck von 0,8 Bar im Hinterreifen - ein nahetzu lebensbedrohlicher Zustand. Immerhin ist unten an der Steige eine Tanke, dort habe ich mal wieder Luft reingelassen - aber auch den Nagel im Reifen gefunden. Zwar eher ein Nägelchen, aber nicht gut.

Gestern habe ich dann ein Reparatursatz bei Louise besorgt und wollte mich ans Werk machen. Aber ich hatte die Geistesgegenwart erst nachzusehen, wie gut denn meine Luftpumpe aufs Ventil passt - gar nicht. Also zum nächsten A.T.Z - die hatten keine gewinkelte Ventilverlängerung. Weiter zu A.T.U. Auch nicht. Zum Kawa-Lorenz. Wieder nix. Kein Bock mehr gehabt. Der Reifen verliert ja nur so ein halbes Bar pro Tag.

Heute war ich dann halt wieder bei Louise. Die hatten natürlich eine Ventilverlängerung. Also Nagel raus - pfft - Loch ausreiben, Wurst rein - geht nicht. War ein Höllengewürge, und erst bei meinem ganz sicher letzten Versuch - ich hatte mir schon vorgenommen, morgen mit der S-Bahn zu fahren - wollte das Teil dann entlich rein. Merke: Bei Reifenflickzeug die Wurst gut einschmoddern, damit es auch flutscht!

19 August 2009

Sau Na!

Wir wissen alle, die Sauna ist eine schwäbische Erfindung. Die Schwaben waren so über die neuen Schwitzräume erfreut, dass sie alle zu rascher Annäherung aufforderten mit einem "Sau na!", das ist schwäbisch für "Laufe geschwind dort hin!". Der Ruf hat sich über die Jahrhunderte erhalten, noch heute nennt man deshalb die Sauna eben Sauna.

Wie schön, dass sich das auch bis nach Rügen herumgesprochen hat - unser Feriendomizil hat auch so eine Sauna, obwohl die Rügener sicher nicht wissen, was Sau na bedeutet. Das ist Glück für uns Kletterwaldgeschädigte, denn obwohl laut Wetterbericht ganz Deutschland unter höchstsommerlichen Temperaturen brät, ist es hier angenehm kühl und wir haben unsere Sauna angeworfen.

Jetzt sauen wir also ein paar mal na, das hilft sicher bei Muskelkater!

18 August 2009

Kletter, Wald!

Ich war heute mit meinen Kindern im Kletterwald. Echt tolle Sache, der gesamte Hochseilgarten ist durch den Wind in ständiger Bewegung. Alles in einem wunderschönen Wald gelegen. Teilweise ist es üble Schlosserei, die Karabiner ständig umzuhängen...

Man strengt sich gewaltig an und einige Elemente erfordern gewaltig Nerven, unter anderem ist ein Sprung in eine Seilbremse in ca. 5m Höhe dabei. Ein Heidenspass, der bei mir dann doch einige Spuren hinterlassen hat: Ich habe blaue Flecken an beiden Armen und offensichtlich habe ich mir die Fingermuskulatur überanstrengt - Schnipsen tut mir gerade weh. Ich will gar nicht wissen, was ich morgen für einen Muskelkater habe. *aua*

[Update] Wir drei Kletterer sind uns einig: *aua*, *aua*, *aua*. Wir haben Muskelkater an den ungewöhnlichsten Stellen. Ich habe einige neue Stellen an meinem Körper entdeckt, an denen Muskeln sitzen, ich bin mir sicher, die waren gestern noch nicht dort.

13 August 2009

Rollstuhlodyssee

Gestern kam ich dann auf die glorreiche Idee, meiner Angetrauten den Schwarzen See zu zeigen, sind ja nur 3km über einen einigermassen festgetretenen Schotter-Radweg. Also haben wir uns mit Tochter auf den Weg gemacht, unser Sohn hatte keinen Bock.

Irgendwie hatte der Rollstuhl aber keinen Bock auf diesen Weg, mehrmals fielen unter Geklirre Metallteile ab, beim vierten Teil hing dann das rechte Rad im Freien und wollte sich nicht mehr drehen, da es am Rahmen rieb. Tja, das Rad ist eben höhenverstellbar, die dort wirkenden Kräfte haben dort zwei Metallplatten gebrochen und die haben sich dann so langsam herausgearbeitet.

Toll, was macht man nun mit einem nicht mehr rollenden Stuhl fast 3km von der nächsten mit Auto befahrbaren Straße entfernt? Wir haben das gelöst, indem ich das rechte Rad die gesamte Strecke angehoben habe und dann den Stuhl auf den restlichen 3 Rädern geschoben habe. Auf dem letzten halben Kilometer kam uns ein extrem freundlicher Wanderer, der uns vorher überholt hatte, mit seinem Auto entgegen - er hatte entdeckt, dass der Schlagbaum am Ende des Weges nicht abschließbar ist und hat sich dann einfach mal selber zu einer Rettungsaktion durchgelassen. Der hat uns dann kurzerhand vor unsere Ferienwohnung gefahren und so nebenher auf seinem iPhone schnell mal ein Sanitätshaus herausgefunden.

Da sind wir dann heute vorbeigefahren und haben uns das Teil erstmal wieder zusammenschrauben lassen - mit den Metallteilen, die ich unterwegs aufgesammelt hatte. Nur 3 von 4. Mittags hat der blöde Stuhl wieder den Geist aufgegeben, die Reparatur war für'n Horst.

Selbst ist der Einradfahrer, also bin ich kurzerhand in den Baumarkt gefahren und hab' mir einen passenden Schraubenschlüssel gekauft und mit diesmal nur 2 von 4 Teilen das Rad wieder fixiert - in der Hoffnung, dass die nun wieder herrschende Symmetrie auch wieder mehr Stabilität verursacht. Wenn das !"§/"$%§!$"§$&-Teil jetzt wieder auseinanderfällt, habe ich wenigstens einen Schlüssel, ums das Malheur zu beheben. Das Werkzeug bleibt jetzt einfach beim Rollstuhl.

Lustige Sachen kann man so im Urlaub erleben...

12 August 2009

Rügen

Schon seltsam. Ich bin im Urlaub und habe doch recht schnelle Anbindung ans Internet. UMTS macht's möglich. Inzwischen bietet Vaderfone Web für 10€ die Woche als Prepaid an, für Benutzung 2 mal im Jahr allemal besser als ein Vertrag.

Unser erster Familienurlaub mit Auto, das hat so seine Vorteile. Im Gepäck waren zwei Einräder, RollerBlades ein Rollstuhl und ein Gehwagen, man gönnt sich ja sonst nix.

Die Wege für Einräder sind hier in Sellin - freundlich gesagt - anspruchsvoll. Teile der Gehwege sehen noch nach Vorkriegsware aus, die Fahrbahnen sind teilweise dermaßen unebenes Kopfsteinpflaster, dass selbst mit meinem großen Rad an fahren darauf nicht zu denken ist. Folgerichtigerweise hat es mich gestern an einer besonders üblen Ecke richtig verwickelt, ein angeschlagener Ellenbogen und leicht aufgeschürftes Knie sind die Folge.



Größere Kartenansicht
Dafür war die Tour bis dahin traumhaft - nach Verlassen der Kopfsteinpflasterzone ging es auf einen Waldweg - fester Sand und Schotter - quer bis zum Schwarzen See, ein verzauberter Ort. In die dort herrschende absolute Stille dringt nur gelegentlich das nervende Pfeifen des Rasenden Roland, der hier scheinbar im Minutentakt unter hervorbringen gewaltiger Rauchwolken und ständigem Gepfeife verkehrt. Die Waldbewohner haben sich aber wohl inzwischen damit arrangiert, manchmal antwortet ein Kauz freundlich auf die Pfeife.

Nach dem See hab' ich mich dann auf den Wanderweg zurück getraut, da immer wieder Stufen im Weg waren, durfte ich dann auch recht häufig absteigen. Belohnt wurde ich aber mit einem atemberaubenden Aussichtspunkt an der Steilküste.

09 August 2009

Urlaub!

Yeha! Immerhin hat es 11 Stunden gedauert - Start um 5:15, Ankunft kurz nach 16:oo - aber jetzt sind wir auf Rügen. Zwei Einräder, Rollschuhe und Helme sind im Kindersarg auf dem Dach mitgefahren, der Rest hat problemlos ins Auto gepasst. Die Ferienwohnung ist geradezu gigantisch. Voll ausgerüstet, zwei Schlafzimmer, zwei Badezimmer und ein Balkon, Tiefgarage und Einradraum. Momentan herrscht noch Chaos. Aber Internet hab ich schon ;).

31 Juli 2009

Tourenscheibe

Seit einer Weile schon wollte die Tourenscheibe meiner Honda nicht mehr elektrisch hoch- und runterfahren. Beim Versuch, den Schalter zu betätigen hat es regelmäßig die 20A-Sicherung rausgefeuert.

Eine Nachfrage bei der Werkstatt brachte, dass der Antriebsmotor getauscht werden muss, das Teil ist immer nur mit den gesamten Zügen und diversen Anbauteilen zu bekommen und kostet schon alleine eine ordentliche Stange Geld. Nachdem man für den Einbau die gesamte Front demontieren muss, ist dann noch mit etlichen Arbeitsstunden zu rechnen. Na klasse, das war mir dann zu teuer und ich hab' beschlossen, mit einer fixen Tourenscheibe zu überleben.

Später dann hat mein Motorrad beschlossen, die Fernlichtlampe auf Dauer leuchten zu lassen, die linke Lampe meines Scheinwerfers hat gleichzeitig das Leuchten eingestellt. Fand ich komisch, also hab' ich mal eine H4 Birne gekauft. Beim Tausch musste ich mehrere Dinge feststellen:

  1. Die Lampenfassung der Birne war nahezu komplett zerschmolzen. Offensichtlich hat die Fassung schlechten Kontakt bekommen und Funken oder Lichtbogen hat das Teil geliefert.
  2. Der Kabelstrang, der von der linken Armatur kommt, hat wohl einen heftigen Knick abbekommen und einige der Kabel waren blank. Komisch, der Schalter für die Tourenscheibe ist links.
Also meinen Hondahändler angerufen, wegen der Lampenfassung links. Das Ergebnis war zu erwarten: Als Zubehör ist nur als kompletter Teilkabelbaum zu erhalten, kostet knapp über 100€. Der Einbau erfordert die Demontage der gesamten Frontverkleidung. Kommt mir irgendwie bekannt vor. *seufz*

Daraufhin hab' ich eine Lampenfassung zum Aufklemmen auf blanke Kabel im Internet zusammengesucht, kostet mit Porto und Verpackung 8€. Dazu Isolierband für den geknickten Kabelbaum. 1€. Wissen was man tut: unbezahlbar.

Fazit:
  • Tourenscheibe tut wieder, gespart: ca. 1500€ für eine Reparatur, die nicht funktioniert hätte.
  • Licht funktioniert wieder, gespart: ca. 300€.
Wozu fragt man eigentlich einen Profi?

05 Juli 2009

80km

Gestern 35km, heute 45. Jetzt bin ich ganz schön fertig. So richtig zufrieden bin ich mit dem Schnitt nicht, mehr als 15km/h ist momentan irgendwie nicht drin. Ich bin aber auch immer wieder damit beschäftigt, irgendwelche Schotterstrecken abzureiten oder wieder zurückzufahren, weil ich mal wieder auf dem Holzweg bin. Es ist nicht so einfach, ohne Radkarte irgendwelche neuen Strecken zu fahren: Auf den großen Straßen braucht man mehr Nerven als ich, wenn man in jeden Feldweg abbiegt, der nach der richtigen Richtung aussieht, landet man sehr schnell im Schotter, oder - noch schlimmer - im Matsch.

Das mit dem Matsch ist sowieso nicht so recht lustig. Mit dem Einrad sifft man sich nur den Hintern ein, bei dem Dreirad schleudert es mr den Matsch an beide Unterarme. Vielleicht muss ich doch noch mal einige Euros in die Hand nehmen und die Schutzbleche für vorne kaufen. Auf das Teil passt vorne halt nur eine Sonderanfertigung drauf.

25 Juni 2009

Headcrash

Tja, mir ist das Laptop nur von einem Stuhl runtergefallen und schon geht der nächste fsck daneben. Offensichtlich hat der Laptop genau in dem Moment ein paar Bytes im spanabhebenden Verfahren gelesen. Also war ein kurzer Besuch bei Arlt angesagt, die praktischeiweise eine passende Platte auf Lager hatten - der Rest war eine sinnvolle Kombination eines SATA to USB Adapters, einer grml-CD und rsync. Nur 4 Stunden später hatte ich mein System wieder - minus ein paar Dateien, von denen ich aber eine Sicherung hatte.

20 Juni 2009

Man hat Dir ein Rad geklaut!


Das ist der Spruch, den jeder Einradfahrer immer wieder mal zu hören bekommt. Nur so zur Info: Ich habe mir kein Rad klauen lassen, ich hab's an meinem anderen Fahrrad angebaut! Nachdem meine Frau wegen der &"§$&"!-MS inzwischen nicht mal mehr ihr Dreirad bewegt bekommt, habe ich es auf mich umgebaut und fahre fröhlich damit in der Landschaft herum. Hat gegenüber dem Einrad doch einige Vorteile:
  • ist viel schneller
  • hat einen Gepäckträger
  • ist noch ungewöhnlicher als Einrad
  • ist extrem hinternschonend
Inzwischen habe ich noch ein billiges Motorrad-Topcase und Klick-Pedale installiert - auch für mein GPS habe ich eine Halterung angebracht. Leider habe ich heute meinen Tacho verloren, aber mit dem GPS habe ich sowieso was besseres als den blöden Tacho von Sigma.

Mal gucken, wie lange das meine Knie noch mitmachen ;)

13 Mai 2009

Spamsprech

PRESIDENCYOFFICE DER Abwicklung
GENERALFEDERAL REPUBLIK
NIGERIAATM
CARD PAYMENT Fonds BEGÜNSTIGTEN
INTERNATIONAL CREDIT
BEILEGUNG
Büro des Direktors für OPERATIONS
CENTRAL BANK OF
NIGERIA.

ACHTUNG:

DIES IST offiziell Ihnen mitteilen, dass
wir überprüft haben, Ihren Vertrag / VERERBUNG FILE AND FOUNDOUT das der
Grund, warum Sie noch nicht eingegangen ist, weil Sie haben keine
Verpflichtungen

Ihnen FÜR Ihren Vertrag / VERERBUNG
ZAHLUNG.

ZWEITENS Wir sind darüber informiert, dass Sie immer noch
die sich mit dem KEINE BEAMTEN IN DIE BANK ALL SIE VERSUCHEN, die
Freilassung der FONDS FÜR SIE. Wir möchten Ihnen mitteilen, dass BERATUNG
eine solche rechtswidrige Wie dies aufhören, wenn Ihre Wünsche erhalten Sie
Ihren Zuschuss denn wir haben beschlossen, eine

Lösung für Ihr
Problem.

RIGHT NOW Wir haben IHR ZAHLUNGSMITTEL Durch unsere SWIFT
CARD PAYMENT CENTER ASIA PACIFIC, DASS
Ist die jüngste Anweisung der
PRÄSIDENT Alhaji Umaru Yar&apsAdua WHO wurde im am 29.
Mai 2007 (GCFR)
BUNDESREPUBLIK NIGERIA.DIESE KARTE CENTER sendet Ihnen eine ATM-Karte, die
Sie verwenden SICH IHR GELD IN ANY ATM MASCHINE in irgendeinem Teil der
Welt, aber das Maximum zweitausend FÜNFHUNDERT US-Dollar pro
Tag,

Also, wenn Sie möchten Ihr FONDS DIESE WEISE SIE UNS, indem Sie
die CARD PAYMENT

ZENTRUM UND SENDEN SIE AUCH DIE
FOLGENDEN

INFORMATIONEN:

1.YOUR FULL NAME
2.
Telefon-und Faxnummer,
3. ANSCHRIFT waren Sie wollen, dass sie, um die
EC-Karte
4. Ihrem Alter und Ihrer beruflichen Tätigkeit
5. Eine Kopie
Ihrer IDENTITÄT AN
E-MAIL

&nbs
p; &n
bsp;
ANSPRECHPARTNER:
Dr. Yusuf Ndola Adams
Lieferung Senior
Officer
FedEx Haus, Grundstück 787 Malumfashi schließen,
Area 11,
Garki Abuja-Nigeria
E-Mail:
fedexdeliveryserviceunit001@gmail.com
Tell: +234 80 370 915
20

Die ATM-CARD PAYMENT CENTER beauftragt wurde, die Ausstellung OUT
$ 10,300,000.00 ALS TEIL ZAHLUNG FÜR Geschäftsjahr 2008. Die Sie VERWEISUNG
AN jetzt, da die neu gewählten Präsidenten
ÜBERNAHME DER REGIERUNG FÜR
DIE VERÖFFENTLICHUNG VON IHR FÜR FUND.ALSO Du beenden müssen, um
Die
weitere Kommunikation mit einer anderen Person (en) oder (n). So vermeiden
Sie Probleme ALLE IN Abschließen Ihrer PAYMENT.AS wenn Sie eine Antwort auf
diese WICHTIGE NACHRICHT FÜR WEITERE Richtung, in Dies betrifft UND AUCH
UPDATE ME ON ANY Entwicklung aus den oben genannten AMT.

HINWEIS:
DASS Betrüger, wir AUSGESTELLTE Ihnen unser Verhaltenskodex, der IS (226),
damit Sie
Müssen dies Code, wenn die Kontaktaufnahme mit dem Card
Center.

(Herr Sadiq ALMAN)
Leitender Revisor AN DER
PRÄSIDENT
BUNDESREPUBLIK NIGERIA
Bankomatkarte ZAHLUNG FÜR FONDS
BEGÜNSTIGTEN,

Ich muss nicht alles verstehen, oder?

24 April 2009

Neue Hardware

Mein noch relativ neuer transtec silent PC hat gestern aufgegeben: zuerst wollte er USB-Devices nicht mehr richtig erkennen und war insgesamt recht merkwürdig mit der USB-Maus. Dann gab er bei dem Versuch, ihn gesund zu booten komplett auf. Auch komplett stromlos machen und ein- und ausstecken aller Verbinder auf dem Board konnten den transtec nicht dazu bewegen, auf den Power Button zu reagieren.

Kurz entschlossen bin ich losgewackelt, um in dem neben meiner Firma neu eröffneten IT Outlet was Neues zu erstehen, es ist ein hp compaq dc7900 geworden, nach eienr für ein Outlet aussergewöhnlich guten Beratung. Ausschlag dazu gab, dass auf der "mickrigen" 80GB-Platte nur FreeDOS installiert war und ich nicht schon wieder die Typen aus Redmond sponsoren musste. Auch der großzügige Aufbau und die annehmbare Motorisierung (3Gig Duaaaalkohre und zwee Gig Maloochespeicher) und die doch recht beherrschbare Intel Grafikkarte und nicht zuletzt der günstige Preis haben geholfen.

Daheim ging dann aber das Gegurke los: die alte SATA-Platte konnte mangels genügend langem Kabel nicht mit der neuen zusammen installiert werden. Beim Einkauf habe ich auch vergessen, an ein CD-Laufwerk zu denken, ich hab' nur PATA-Zeugsl, der neue hat nur SATA. Also noch Adapter besorgen.

Vollends gereicht hat's mir dann beim durchbooten der alten Platte: endlos durchscrollende Kernelmeldungen, so schnell, dass man nicht rausfinden konnte, was dem nicht passt. Ich hab' durch Blinzeln nur was von SATA mitbekommen, das muss aber nicht stimmen. Macht ja nix, ich habe ja meinen grml-Stick. Schade nur, dass der nach "OK, booting the kernel" nix mehr machen wollte.

Nach einer ganzen Menge Internet-Orakel lesen kam mir dann doch die Idee, mal ein paar Kernel und dann einige Kernel-Optionen zu versuchen und konnte dann mit acpi=off endlich mein altes System durchbooten.

Die korrekte Einstellung des Xorg X Servers war dann eher Fingerübung und die On-Board Netzwerkkarte tut bis jetzt noch nicht. Gut, dass ich eine passende RTL8139 rumliegen hatte. Damit ist das Problem nur noch halb so dringend.

Jetzt tut das Teil erst mal, auch die Soundkarte hat sich brav gemeldet. Mann, da macht man was mit...

13 April 2009

29x2.1" Standzeit

Ich hab's schon vor langer Zeit angedroht: Ich wollte was über die Standzeit des neuen Reifens erzählen: den Schwalbe Marathon XR in 28x2.0" sagen, den ich statt des serienmäßgen Kenda Klaw 29x2.1" montiert habe.

Beim Suchen nach dem Link ist mir mit Entsetzen aufgefallen, dass das über 2 Jahre her ist! Seitdem haben sich an dem Marathon noch keinerlei sichtbare Verschleißerscheinungen bemerkbar gemacht. Ich bin zugegebenermaßen letztes Jahr auch nicht mehr gar so viel gefahren wie vorher auf dem Klaw - das liegt aber nicht an dem Reifen.

Speziell die Belastung durch das leichte Drehen auf jedem Totpunkt schluckt der Schwalbe klaglos und ohne großen Abrieb, obwohl ich die Tretkurbeln seit der Montage des Mantels bisher nur einmal um eine Vierteldrehung verstellt habe.

Auch das eingelegte "Unplattbar"-Band hält, was es verspricht. Bisher kein Plattfuss, obwohl ich mir bereits kleine Glasscherben eingefahren habe. Ich kann also jedem empfehlen, beim Reifenwechsel am Einrad ein bisschen Geld in die Hand zu nehmen und einen guten Reifen zu kaufen.

27 Februar 2009

Idiotenquiz 7

Heute was ganz besonders aus der Rubrik Idiotenquiz:
Was ist ein Synonym für Brathänhchen
a) Broiler
b) Spoiler
Heute um 19:50 auf Pro7 bei Galileo. Bemerkenswert finde ich dabei das Niveau der Frage: nicht nur, dass der Broiler in einem Teil der Republik eher unbekannt ist - nein, schon die Verwendung des Wortes Synonym in der Frage finde ich eher gewagt. Der eine oder andere Zuschauer wird schon gar nicht mehr verstehen, was jetzt eigentlich genau gefragt wird.

22 Februar 2009

Morgen wird geduscht!

Heute habe ich die letzten Arbeiten erledigt: streichen, Fugen ausbessern, saubermachen, einräumen. Die obere Abschlußkante der Fliesen habe ich mit einer Acryl-Fuge versehen. Obwohl das aussieht wie Silikon ist es doch wesentlich einfacher zu verarbeiten. Dazwischen habe ich auch den Siebeinsatz für den Bodenablauf gefunden - der lag einfach so rum.

Noch fehlt der Heizkörper und die Duschschiene, die zum Festhalten und als Aufhängung für den Duschkopf dient - da hat uns wohl der Großhändler versetzt. Morgen um 13:00 kommt dann hoffentlich der Silikonierer und macht den letzten Rest. Abends sollte dann die Dusche einsatzbereit sein. Yippie.

20 Februar 2009

Silikon ist Mist

Da bin ich wieder. Mein Urlaub neigt sich dem Ende entgegen - der Badumbau auch. Nachdem ich den Boden fertig hatte, hab' ich gleich mal mit den Silikonfugen angefangen. Und offensichtlich bin ich da echt kein Held, ich hab's echt gewaltig verhundst.

Hier kann ich nur sagen: bei Silikonfugen sollte man nicht sparen, ein paar Meter Fuge verlegt ein Profi in einer Stunde, der Laie ohne Übung braucht drei mal so lange dazu und wenn er fertig ist, braucht er noch mehr Zeit, um die Fugen wieder rauszupopeln und einen Profi zu bestellen. Es taugt nix. Da braucht man echt Übung.

Bei IKEA musste ich dann gleich nochmal Lehrgeld zahlen: der Godmorgon Spiegelschrank in 100x98, den ich besorgt hatte, wollte nicht unter die Dachschräge passen - ein Umstand, den ich erst bemerkt habe, nachdem ich das Dingens zusammengebaut hatte.

Toll, dass IKEA auch Zusammenebautes zurücknimmt, allerdings zahlen sie dann nur noch 70% aus - bitter, aber noch einigermassen sozial, wenn man bedenkt, dass sie das Teil dann um 50% in der Fundgrube verramschen.

In 70x98 wollte er dann auch viel besser über das neue Waschbecken passen und da der Spiegelschrank ohne Beleuchtung daherkommt, habe ich gleich die Badezimmerleuchte Musik obendraufgetackert.

Die Schüssel ist auch bereits installiert und funktionstüchtig und gerade ist wieder Knauss im Haus und installiert die Duschabtrennung. Der Heizkörper ist allerdings noch nicht eingetroffen (obwohl es ein Standardmaß ist) und deshalb ist es nicht wirklich warm im Bad.

So langsam normalisiert sich der Zustand im Hause Monty. Fotos gibt's erst wieder, wenn alles fertig ist.

17 Februar 2009

Aua

Ich kan nicht mehr schlafen. Mit tut alles weh. Gestern habe ich die letzten Fliesen in der Duschnische gesetzt und mich dann sofort an den Boden gemacht.

Das dumme ist, dass Bodenfliesen auf dem Boden verlegt werden. Ich habe den gestrigen Tag also zusammengekauert und knieend auf dem Badezimmerboden verbracht. In den Pausen dazwischen habe ich frische Fliesen hochgetragen - dabei fällt dann besonders auf, dass dieses "%(§%&)(-Feinsteinzeug ca. einen Zentner pro Quadratmeter wiegt.

Abends bin ich dann noch mit Junior zum Volleyballtraining gegangen - das erste mal seit mindestens 5 Jahren in einer Halle. Ich habe das Landen verlernt.

Jetzt tun mir die Knie weh. Aua.

14 Februar 2009

Es geht voran

Heute bin ich echt zufrieden. Schon vor dem Frühstück habe ich angefangen, Fliesen zu legen. Später ist noch Dane (hampft!) gekommen und hat mir die Fliesen geschnitten, und da ich ihn damit nicht komplett beschäftigen konnte, hat er nebenher noch die erste Wand verfugt.

Ein bisschen kam ich mit vor wie Jean "ich hab' da schon mal was vorbereitet" Pütz. Und weit gekommen sind wir dann auch. Nachdem Dane heim gegangen ist, habe ich weiter bis um 20:00 Uhr gemacht.

Fazit: 2½ Wände gelegt. 1 Wand verfugt. Bald kann ich wieder in meinem eigenen Bad duschen.

13 Februar 2009

Jetzt aber

Heute haben Heinze und Knauss zusammen das Duschelement im Boden versenkt und angeschlossen, danach wurde alles noch professionell abgedichtet (damit es beim Duschen nicht auf meinen Herd tropft), dann haben sich die Handwerker verabschiedet.

Ich fass' es nicht, ein ganzes Bad nur für mich. Nachdem der Haftgrund schon drauf war hab' ich dann erst mal eine Kontaktschicht mit Fliesenkleber auf alle Wände aufgezogen - eine echte optische Verbesserung, der eiterfarbene Look des Haftgrundes war schon echt schlimm.

Naja, und da mich das gerade mal bis zur Mittagspause beschäftigen konnte, habe ich eben nach dem Essen mit den Fliesen angefangen. Bis zum Abend war dann die erste Wand fertig. Yeah!

Auf dem Bild ist auch meine neue Frisur zu bewundern - im Alter wird man halt merkwürdig...

12 Februar 2009

Dann doch anders

Heute haben die Sanitär-Jungs die Duschnische fertig gebaut, nachmittags ist dann der Geselle vom Platten-Heinze gekommen um die Wand zu richten und das Gefälle in die Dusche zu bauen. Der und sein später angekommene Chef haben dann festgestellt, dass das so nicht geht.

Damit es in meinem Bad nicht so leer wird kam dann auch noch eine Abordnung vom Knapp, eigentlich um den Ablauf zu erklären. Nach einer Weile Palaver zu fünft im Bad wurde dann kurzerhand der Plan geändert. Relativ neu gibt es vorgefertigte Duschenelemente, eine verstärkte Schaumplatte mit bereits eingebautem Gefälle und Ablauf.

Nur kurze Zeit später kam dann der Platten-Chef nochmal mit dem passenden Teil vorbei, da er sowieso gerade bei dem Lieferanten war und der das Ding zufällig auf Lager hatte. Boa, was für ein Glück.

Ich habe währenddessen alle Bodenfliesen und anschließend den alten Fliesenkleber abgemeisselt - und nachdem der Menschenauflauf im Bad abgeflaut war habe ich dann noch die Wände und den freigemachten Holzboden mit Haftgrund gestrichen.

11 Februar 2009

Batsch

Ich scharre schon mit den Hufen. So langsam gehen die Installationsarbeiten dem Ende entgegen, die neuen Leitungen und die Unterputz-Mischbatterie ist drin, im Boden klafft ein riesiges Loch und der Bodenablauf ist drin.

Neben der Dusche ist dann das Gestell, dass mit Rigips-Platten zu einer Sitzbank und Trennwand ausgebaut wird. Größere Teile der Bodenfliesen habe ich bereits weggehauen, darunter findet man den alten Fliesenkleber und darunter dann - oh Wunder - wieder Fliesen. Na prima, immerhin braucht man da nicht allzu sehr gegen Feuchtigkeit zu dämmen.

Heute hab' ich es auch fertig gebracht, ein paar Bilder zu schiessen.

10 Februar 2009

Tröpfel

Gott, was bin ich doof. Heute bin ich einkaufen gegangen, da die Handwerker sowieso einen Höllenlärm machen und das Wasser abgestellt haben. Dann sind die Mittag machen gegangen und haben doch glatt vergessen, den Absperrhahn wieder zu öffnen. Ich habe kontrolliert - alles abgestopft. Dann wollte ich dieses eklatante Versäumnis wieder gut machen. Nachdem das aber gleich so komisch gerauscht hat, wollte ich lieber nachsehen und siehe da - die Decke der Küche tropft.

Schnell wieder Absperrhahn zu und Chaos begutachten: Sowas, da war eine Leitung nicht geschlossen, die ich noch nie beachtet habe. Die mussten noch Verschlußstopfen besorgen, da war wohl ein anderes Gewinde drauf und haben das gleich mit dem Mittag verbunden. Seufz.

Mal wieder ein Eintrag für Die dümmsten Bauherren der Welt. Bin mal gespannt, ob das morgen wieder trocken ist, zum Glück ist die Brühe direkt in die abgehängte Holzdecke gelaufen, statt die eigentliche Decke zu durchnässen.

Heute wieder keine Bilder. Ist ja nix zu sehen. Es sei noch betont, dass meine Küche wegen meiner eigenen Dummheit schwimmt, die Handwerker können wirklich nix dafür.

[Update] Inzwischen sind die Handwerker aus dem Haus, die Küche ist trocken und über der Holzdecke bläst ein Heizlüfter munter vor sich hin. Die letzten Tropfen sind vor Stunden von der Decke gefallen. Morgen mache ich die Fliesen und den Kleber vom Boden weg und dann traue ich mich auch, das Licht in der Küche wieder anzuschalten.

09 Februar 2009

Blubb


Mann, hab' ich lange nix mehr geschrieben. War ja auch nich so viel los. Oder zu viel zum bloggen. Naja, lassen wir die Ausflüchte: Meine Prioritäten waren in den vergangenen Monaten einfach anders.

Nachdem meine Süße inzwischen ohne fremde Hilfe nicht mehr in die Badewanne kommt, haben wir das Badezimmer in Angriff genommen - ist ja auch 20 Jahre her, dass ich das Bad für meien Großmutter gefliest habe. Und das Design ist entsprechend. Die taubenblaue (würg) Acrylwanne und das passende Waschbecken sind bereits rausgeflogen und die Kloschüssel folgt morgen.

Der Abfluß wird in den Boden verlegt und ich fliese dann eine Duschwanne - unter die Dachschräge wird noch eine Sitzbank gebaut, damit meine Liebste im Sitzen duschen kann. Das Klo wird erhöht und ein Griff in der neue eingezogenen Trennwand zum Duschsitz erleichtert das Aufstehen. Das wird geil. Fotos kommen noch, heut' wird da nix mehr draus, die Lampe ist auch schon rausgeflogen, da sieht man jetzt nix mehr.

Die Sanitärarbeiten und der Plan sind übrigens von Karlheinz Knauss aus Ludwigsburg. Manche Dinge sollte man dann doch lieber von einem Profi machen lassen.

15 November 2008

sofortüberweisung.de

Nachdem ich mir bei nichtlustig.de ein Fäkalini-TShirt bestellt habe bin ich mit dem im dortigen Shop bevorzugten Bezahlservice sofortüberweisung.de in Kontakt gekommen. Mag sein, dass dieser Service ausgesprochen komfortabel ist, allerdings entspricht die Methode, vom Benutzer Account, PIN und TAN abzufragen auch genau der Methode aller Phisher, so dass ich zuerst mal abgeschreckt auf Vorkasse ausgewichen bin.

Das Ganze wollte mir aber keine Ruhe lassen und habe deshalb mal über sofortüberweisung.de nachgeforscht. Tatsächlich rühmen sich die Anbieter bereits einer recht großen Zahl von zum Teil sehr großen Kunden mit nicht unerheblichen Renommee. Andererseits hat ebay sofortüberweisung.de auf die Liste der nicht akzeptierten Zahlungsarten gesetzt und löscht alle Auktionen, die diese Zahlungsart anbieten.

Auf kritische Äußerungen in Web-Foren, reagieren teilweise recht flott Mitarbeiter von sofortüberweisung.de, um Bedenken vor allem mit einem TÜV-Zertifikat zur Datensicherheit zu kontern. Bei genauerer Betrachtung ist so ein Zertifikat eine Momentaufnahme und in diesem Fall vor allem zum falschen Thema: die Datensicherheit von sofortüberweisung.de zweifelt niemand an. Trotzdem traue ich diesen Leuten nicht weiter, als ich einen von ihnen werfen könnte - mit meiner Bank habe ich bereits abgemacht, dass ich meine Zugangsdaten keinem Dritten zugänglich machen werde.

Ich kann einfach nicht verstehen, wie sich dieser Service durchsetzen konnte. Er widerspricht allem, was ich über SaferHex jemals gelernt habe. Das TShirt habe ich trotzdem gekauft. Das ist sein Geld wert.

06 November 2008

Hexennacht II

In den Göppinger Kreisnachrichten:
"Das ist der Wahnsinn", freut sich Heiko Weiser von Fest im Dorf. Höhepunkt des Abends ist der Auftritt von Stahl Fatal. Das ist Rhythmus pur auf Stahlfässern. Die Darsteller der Percussiongruppe aus dem Remstal sehen so aus, als ob sie gerade aus einem Mad-Max- Film entschlüpft sind. Mit Metalltonnen und Metallrohren bringen die Künstler die Sillerhalle zum Beben.
Dem Mann hat's wohl gefallen.

02 November 2008

Hexennacht

In der Nacht vom 31.10 auf den 1.11 hatte Stahl Fatal einen ganz besonderen Auftritt: Hexennacht in Hattenhofen. Nachdem ein Pietkong aus Hattenhofen mit aller Macht die Veranstaltung verhindern wollte und in allen Medien darüber berichtet wurde, hatten die Veranstalter die denkbar beste Werbung und der Laden war bis unter's Dach voll. Das Veranstaltungsmotto Ficken war vielleicht leicht missverständlich gewählt, denn es ging dabei um das Partygetränk, nicht um die Tätigkeit.

Unser Auftritt war dann nachts um halb Eins, in einer vollgestopften Halle mit ca. 20% mehr Leuten als für die Halle gut ist, gefühlten 40° und nur ca. 50% des Sauerstoffs, der für das Überleben notwendig ist. In diesen aufgeheizten Cocktail haben wir dann ein paar Fackeln und unseren Feuerwagen gestellt und dem Publikum noch mal mächtig eingeheizt.

Unmengen von dem Ficken-Likör und die verdammt gute Band Tuxedo setzen dem gelungenen Fest die Krone auf und haben es wohl zu einem vollen Erfolg gemacht. Ob es bei der Konkurrenzveranstaltung der Pietkong genauso gut gelaufen ist?

Stahl Video

Sowas: Ich hatte nicht gewusst, dass jemand ein Video von Stahl Fatal bei Youtube eingestellt hat.

Dieses Video ist ein kurzer Ausschnitt von unserem Auftritt in Rohrdorf bei der Aufführung von Carmina Burana. Schick, oder?