30 Dezember 2006

Extreme Basteling 4

Heute war Herbert zu Besuch. Herbert ist Schreinermeister und hat mir gezeigt, wie man Holzleitern baut. Die 1-2 eifrigen Leser meines Blogs wissen es noch: in Extreme Basteling, Extreme Basteling 2 und Extreme Basteling 3 habe ich von den deutlich nach oben verlagerten Betten meiner Kinder berichtet. Nun kommen die armen Kleinen nur noch mit einer Leiter ins Bett.


Das Problem ist, wenn man Holz leimen will, muss man es pressen. Nun ist es recht schwer, eine Schraubzwinge anzusetzen, wenn man ein Rundholz in ein passend gebohrtes Loch pressen will. Der Trick dabei ist (und deshalb lernt ein Schreinermeister auch eine Weile), dass man das Rundholz am Ende ein wenig einsägt und einen Keil einpasst. Wenn man das Ding jetzt in das Loch haut, dann spreizt der Keil das Holz auf und presst es in das Loch. Danach muss man nur noch warten, bis der Leim gebunden hat. Angeblich bekommt man das nur noch mit einer Säge auseinander.

Bergziege

Nachdem ich es letzte Woche nicht auf mein großes Einrad gepackt habe, bin ich wenigstens heute wieder raus gekommen. Und siehe da, die tägliche Fahrt zur Arbeit hat mir gut getan: auf der heutigen Tour habe ich Steigungen überwunden, die ich bisher noch nie geschafft habe. Bergziege eben.

Begonnen habe ich die Runde wie so oft, bin dann aber über die neu eröffnete Fußgängerbrücke am Industriegebiet in Markgröningen und dann direkt über die noch nicht eröffnete Straße zum Naturfreundehaus. von dort aus weiter nach Tamm, und dann direkt wieder auf die Hurst. Dort bin ich dann auch das einzige Mal abgestiegen, als ich eine Weile im Stehen gefahren bin, um die Blutzirkulation an einigen wichtigen Stellen meiner Anatomie wieder in Gang zu bringen. Hab wohl nicht aufgepasst.

Unterwegs habe ich mir die Zeit mit zwei Neuerwerbungen vertrieben: mit Side One und Side Two von Adrian Belew. Ziehmlich experimentelles Zeug, ich musste es ein paar mal hören, bevor es mir so recht gefallen wollte. Experimentell, emotional, schräg, gewöhnungsbedürftig.

25 Dezember 2006

Extreme Basteling 3

Nachdem ich das Zimmer meiner Tochter umgekrempelt und das Bett nach oben gestellt habe, habe ich das auch bei meinem Sohn gemacht. In seinem Zimmer geht es aber wesentlich enger zu, so dass ich mich entschlossen habe, das Bett an die Decke zu hängen.

Also bin ich mal wieder in den Baumarkt und habe Eisenwaren um 50€ gekauft: verschweißte Kette mit 6mm Gliedern, Verschlußglieder und verschweißte Schraubösen, 7,8mm. Hard Stuff. Das bereits hohe Bett ist jetzt 90cm nach oben gewachsen, allerdings sind die Beine verschwunden, so dass man sich darunter frei bewegen kann. Die Bettunterkante ist jetzt 1,66 hoch, so dass Junior die nächsten paar Jahre aufrecht drunter laufen kann. Die Holzdecke habe ich um 40cm nach oben versetzt, damit man in dem Bett noch bequem sitzen kann.

Sieht jetzt echt cool aus, und in dem Zimmer hat es gefühlt den doppelten Platz. Aber eine elende Arbeit war's, vor allen die Holzdecke.

24 Dezember 2006

Klingelingenling

Tja. Der Weihnachtsbaum ist fertig. Die Geschenke liegen drunter. Frau weiß nicht, was sie anziehen soll. Im Radio läuft seit vier Wochen Last Christmas. Einige Geschenke sind wieder so gut versteckt, dass man sich vorkommt wie an Ostern. Die Kinder sind mit ihren Großeltern in der Wilhelma.

Es ist wohlig wie in jedem Jahr. Neu ist nur der Blog, und der bekommt auch einen kleinen Tannenzweig, damit er was davon hat.

Bleibt mir nur, allen (etwa 2) Lesern meines Blogs ein gesegnetes, erhohlsames und wohliges Weihnachtsfest zu wünschen. Feiert mal alle schön!

18 Dezember 2006

Schlosshund

Heute um 19:05 auf Hitradio Antenne 1
Wir freuen uns ja wie ein Schlosshund!
Wow, da sind uns zwei Redensarten durcheinandergeraten und mit der Mehrzahl haben wir das auch nicht so recht im Griff.

Immer kräftig weiter üben, Jungs!

17 Dezember 2006

Extreme Basteling 2


Jetzt hab' ich es doch fertig bekommen. Die beiden H-förmigen Holzteile habe ich mit einem weiteren verbunden, und damit das fertige Untergestell im Zimmer. Dummerweise war dann nicht mehr viel Platz im Zimmer und das Bett musste noch obendrauf. Nachdem beide Kinder geholfen haben, war das jetzt aber kein so großes Problem.

Allerdings hat die gesamte Konstruktion jetzt zu viel Beweglichkeit in Längsrichtung, Quer ist das Ganze steif genug. Entweder mach' ich jetzt noch eine diagonalte Stütze rein oder ich düble das Teil jetzt noch mit ein paar Winkeln an der Wand fest. Nachdem ich noch eine Ladung Holz über habe, könnte ich mich ja noch an den Diagonalstreben versuchen. Hinderlich ist daran, dass das 44mm dicke Holz sich wohl nur mit großen Problemen auf Gehrung sägen lassen wird. Mal sehen.

Einradfahren fällt dafür völlig unter den Tisch, vor lauter Basteln ist der gesamte Tag rum und schließlich muss ich micht auch ein bisschen um den Rest der Familie kümmern.

Idiotenquiz 2

Die Leuteverarsche geht weiter. Man kann sich nicht retten davor. Bei der gähnend langweiligen Raab-Parallelslalom-Veranstaltung von gestern wurde ein Auto unter den Wahnsinnigen verlost, die dieses unglaublich anspruchsvolle geographische Rätsel lösen konnten:
Wo liegt das schöne Sankt Anton am Arlberg
a) In Tirol
b) In Tibet

Ja klar. Nachdem das Ganze in St. Anton stattfand und der Begriff in der vorhergehenden Sendung bereits 200 mal gefallen war.

16 Dezember 2006

Extreme Basteling

Terror! Ich will meiner Tochter ein besonderes Weihnachtsgeschenk machen: da in ihrem Zimmer kein so rechter Platz sein will für ihren Schreibtisch (der gesamte Platz an der Wand ist belegt oder unter einer Dachschräge), hatte ich beschlossen, ihr Bett nach oben zu verlagern.

Prima, ich hab' damals ja Markenware gekauft, also ab ins Möbelhaus und nachfragen. Toll, der Markenhersteller hat bereits vor 6 Jahren die Luken dicht gemacht und Ersatzteile sind nicht mehr zu bekommen. Naja, macht ja nix, kaufen wir einfach ein neues Bett, das wird ja wohl bis Weihnachten reichen. Wohl doch eher nicht, das einzige ansehnliche Bett ist immerhin schon Ende Januar zu bekommen.

Kann nicht so schlimm sein, dann bau' ich das Gestell eben selber, also los in den Baumarkt. Nachdem dort alle wie die Blöden Weihnachtsbäume kaufen, ist am Holzzuschnitt so wenig los, dass der Sägemeister erst mal ausgerufen werden muss. Dafür sägt er mir meine 12,5m Kantholz fachgerecht genau rechtwinklig ab - mit meiner Stichsäge bin ich da chancenlos.

1 Stunde später habe ich bereits 2 H-förmige Holzobjekte, die exakt die selbe Breite wie das Bett haben und die jetzt exakt unter die Füsse des Betts passen. Verdübelt, verleimt und verschraubt. Morgen kommt das in das Zimmer meiner Tochter und die beiden H werden mit einem Kantholz exakt in Bettlänge miteineander verbunden und dann die gesamte Konstruktion unter das Bett gedübelt. Eigentlich war ich schon drauf und dran, die beiden H bereits im Keller miteinander zu verbinden, gerade noch rechtzeitig konnte ich mir die Frage stellen, wie ich dann wohl mit dem Gestell durch die Tür passen soll. Manchmal lohnt sich das Denken wohl doch...

09 Dezember 2006

Rutschpartie

Ich hab's mir voll gegeben: Diesmal bin ich direkt durch den Rotenacker Forst, da ich mir auch die neue Verbindungsstraße nordöstlich von Markgröningen ansehen wollte (das ist bei meinem Marker 3 in der Karte). Im Prinzip ist das auch schon fertig, nur wird - mal wieder - noch an einer Fußgängerbrücke gebaut, die wohl den Grasiger Weg wieder verbinden soll.

Weiter ging's dann am Markgröninger Naturfreundehaus vorbei in den Rotenacker Forst. Durch den durch, über Stock und Stein weiter nach Tamm, zum Industriegebiet nach Bietigheim und quer über die Felder, auf durch Pferdehufe und/oder Treckerreifen aufgewühlte Feldwege. An einigen Stellen bin ich gewaltig ins Rutschen und Schwimmen gekommen. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man nach einem Rutscher seitwärts oder nach einer Vierteldrehung durchrutschen noch auf dem Rad sitzen bleiben kann...

Meinen Wagemut habe ich allerdings mit einigen spektakulären Absteigern bezahlen müssen, einmal davon konnte ich mir nur durch einen beherzten Griff in den Matsch vor dem Bauchpflatscher bewahren. Als ich dann wieder geteerte Strecken erreicht habe, konnte mir und dem Rad wohl die Strecke ansehen.

Zu allem Überfluß ist dann meinem eTrex auch noch der Strom ausgegangen, da ich aber ab da praktisch die Strecke vom 3.12. gefahren bin, habe ich den Rest aus dem alten Track angefrickelt. Leider ist dabei das Höhenprofil hops gegangen, prinzipiell könnte man das auch noch restaurieren aus dem alten Track. Aber ich will's ja nicht übertreiben.

Zur Unterhaltung hab' ich mir das ganz alte Zeugs auf den MP3 geladen: Genesis - Nursery Cryme, Foxtrot und Selling England by the Pound, alles ganz alte und geliebte Bekannte. Damals war die Welt noch in Ordnung, Peter Gabriel sang noch für Genesis und Phil Collins trommelte. Klare Fronten. Das Elend begann viel später...

08 Dezember 2006

29x2.1"

Gerade war ich bei BikeMaXX und hab' nach einem neuen Reifen für mein Einrad gesehen, die Fahrerei hobelt das Profil schneller runter, als man gucken kann. Interessanterweise konnte man mir dort noch nicht mal sagen, wo man die passende Reifengröße herbekommt! 29x2.1" scheint ein eher ungewöhnliches Maß für Mountainbike Reifen zu sein.

Na klasse. Also muß ich mich wohl an Pedalkraft wenden, die müssen sowas ja herbekommen. Grmbml.

05 Dezember 2006

Street Style

Boah. So möchte ich gar nicht fahren können, das sieht schmerzhaft aus!

Für alle, die das Orginalvideo suchen, das findet sich hier auf video.google.de.

04 Dezember 2006

Pfosten Bank

Tja, ein pöhser Phisher hat mich fast erwischt. Mit dieser Mail:
Software Upgrade
Lieb Klient von Pfosten Bank,

Wegen der Interessen, für die Sicherheit und die Vollständigkeit des Pfostens bank Konto haben wir diese Warnmeldung herausgegeben. Sie ist zu unserer Aufmerksamkeit gekommen, daß dein Pfosten bank konto-Informationen als Teil unseres Fortfahrens aktualisiert werden muß Verpflichtung, zum deines Kontos zu schützen und zu den Fall des Betrugs auf unserer Web site
verringern Wenn du könntest Minuten 5-10 aus deinem on-line heraus bitte nehmen Erfahrung und Update deine persönlichen Aufzeichnungen, damit du nicht in läufst any zukünftige Probleme mit dem on-line-Service. Once, das du aktualisiert hast deine Kontoaufzeichnungen, dein on-line-Konto Service ist nicht das unterbrochene und fährt fort als Normal.

Um begonnen zu erhalten, die Verbindung bitte unten klicken: (Link)

Dieses allen Bankkunden Anweisung ist geschickt worden und ist zu follow. obligatorisch We Blick zum Fortfahren nachschicken, dir ausgezeichneten Service zur Verfügung zu stellen.

Thank du, post Plc
Fast hätte er mich überzeugt. Wenn ich Kunde der Postbank (Pfostens bank) wäre.

03 Dezember 2006

Updates

Überall Updates. Hab bei dem Mac meiner Mutter MacOS Updates, den neuesten Firefox und Thunderbird eingespielt. Dazu einen anständigen Bildbetrachter (warum ist bei MacOS nur das grottig langsame iPhotos dabei).

Mein SID hat das wöchentliche Upgrade bekommen.

Mein Server-Provider hat angerufen und nach meinen Wünschen für das Update gefragt, demnächst zieht mein Web- und Mailserver um.

blogger.com datet up und ich mit.

Alles datet up.

Skigymnastik

Zuletzt war ich 1989 Ski fahren. In einem impulsiven Moment habe ich mich für einen der letzten freien Plätze zur Typo3 Snowboard Tour 2007 angemeldet. Naja, im ersten Moment klang das für mich wie eine gute Idee, aber ich bin seit 17 Jahren nicht mehr auf Skiern gestanden. Das letzte Mal habe ich 25kg weniger gewogen. Meine Knie waren noch nicht vom Volleyball zerbröselt. Ich hatte 3 mal in der Woche Training und an den Wochenenden Spiele. 1989 hat man seine Ski noch 20cm über Körpergröße gefahren.

Inzwischen habe ich bei EBay Carving Ski ergattert. Gerade versuche ich noch, den dazu passenden Dachkoffer zu ersteigern. Und ich fahre Einrad wie noch nie. Das ist meine Skigymnastik. Letzte Woche waren es wieder die üblichen 20km Arbeitsweg, und da Weihnachtsfeier war, sind nochmal 5km dazu gekommen. Heute bin ich wieder auf Tour gegangen, eigentlich sollte es die normale Runde über die Hurst zum Hohenasperg hoch, aber dann ging es mir zu schnell und ich bin nach Tamm abgebogen, um Tamm drumrum nach Bietigheim und wieder am Breuningerland vorbei zurück. Meine Knie haben's mitgemacht. Eine Karte habe ich auch wieder dafür gemacht.

Damit es mir auf den 2 Stunden Fahrt nicht langweilig wird, habe ich mir natürlich wieder Musik auf den MP3 Player geladen: Diesmal Yello, Claro Que Si und die sehr lustige Eccentrix Remixes. Eben ein kurzweiliges Musikprogramm.

30 November 2006

Wir Sprekken Deutch

Übersicht
Microsoft Data Access Components (MDAC) 2.8 SP1 werden die gleichen Data Access-Hauptkomponenten wie mit Microsoft SQL Server OLE DB-Provider, ODBC-Treiber. Dieses Programm installiert MDAC 2.8 SP1 und enthält dieselben Data Access-Komponenten, die auch Bestandteil von Microsoft Windows XP SP2.
Gefunden auf der Download-Seite zu MDAC 2.81 (SP1). Strictly no Comment...

26 November 2006

Roher Fisch

Schon wieder eine Woche rum. Viel los war ja nicht. 20km Einrad, von und zur S-Bahn. Am Dienstag war Besuch da zum Sushi essen. Wir haben ein hervorragendes Stück Lachsfilet bekommen und es gab frische Surimiflakes. Aufgefüllt habe ich mit Tiefkühl-Thunfisch und -Tilapia, von dem ich im Leben noch nie gehört habe. Der war allerdings wirklich lecker.

Nachdem mir die Nori ausgegangen sind (verflucht, wenn man nicht bei allem vorher nachguckt), habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und die ersten Inside-Out-Rolls meines Lebens gemacht. Fummelig, aber geht. Ein Hoch auf die Frischhaltefolie.

Nachdem ich gestern einfach zu faul war, habe ich mich dann heute aufs Einrad gesetzt und eine nette Runde gedreht. Unterwegs habe ich ein paar Fotos geschossen, und die direkt in die Karte eingefrickelt. Die numerierten Marker enthalten einfach wie immer Zeit und Höhe alle 10 Minuten, hinter den nicht numerierten Markern verbergen sich die Bilder und ein paar launige Kommentare.

18 November 2006

Moppedwech

Schade. Die Motorradsaison ist rum. Mein Mopped steht schön eingemottet in einer Ecke und muss bis zum 1.3. warten, bis das Saisonkennzeichen wieder gültig ist. Die 4 Monate überbrücke ich, indem ich mit der S-Bahn zur Arbeit fahre - die Strecken von und zur S-Bahn fahre ich mit meinem 26"-Einrad, das gerade so in das Gepäcknetz in der S-Bahn paßt, ohne dass es herunterkippen kann.

Mit dem 29" wäre das nicht möglich - abgesehen davon ist die Verletzungsgefahr für Mitreisende an den Cross-Pedalen recht hoch. Dafür fahre ich jetzt jeden Tag 4km, immer die gleiche Strecke, verteilt auf 4 Etappen.

Der Sommer ist nicht spurlos an mir vorübergegangen. Die Fahrradrampe am S-Bahnhof Vaihingen, die mich letzten Winter noch vor schwere Probleme gestellt hat (einmal habe ich dort sogar das Pedal abgetreten!), nehme ich jetzt kaum noch wahr. Weder die enge Kurve, noch die Steigung sind noch problematisch.

Der kleinere Reifen macht das Fahren zum Kinderspiel, die rutschigen, kleinen Pedale relativieren das Ganze ein wenig. Mein durch den Kris-Holm Tourensattel verzärtelte Hintern wird durch die 4 kurzen Etappen geschont, s0 dass der harte Quax-Sattel keinen Schaden anrichtet.

Heute bin ich dann wieder auf eine kleine Runde mit dem 29" losgezogen - die übliche Strecke zur Klinik Markgröningen und über die Hurst hinter dem Asperg herum. Der leichte Regen konnte da nicht weiter stören. Auf dem MP3 hatte ich diesmal Brian Eno - Another Day on Earth.

01 November 2006

Flashback

Irgendwie kenne ich das doch alles. Diesmal funktioniert es so: Jemand hat ein Problem und wendet sich an eine Community. Dort wird ihm auch tatsächlich geholfen, aber der Moderator reagiert ein wenig angenervt auf die Form (Rechtschreibfehler, Groß-/Kleinschreibung) der Frage. Das mag man als kleinlich betrachten, ist aber eigentlich auch Teil der Netiquette.

Leute, die Netiquette ist dazu da, eingehalten zu werden, nicht dazu, dass man andere deshalb fertigmacht. Aber egal, der Jemand ist recht verärgert und bricht eine Mordsdiskussion vom Zaun. Und das noch nicht mal absichtlich, schliesslich wollte er nur gelöscht werden, was in den meisten Foren ohne Eingriff eines Admins gar nicht möglich ist. Die Diskussion setzt sich dann nicht nur in dem ersten Forum fort, sondern auch gleich in seinem Blog. Und in den Blogs anderer Teilnehmer des Forums.

Und in allen Diskussionen zu Foren- und Blogbeiträgen wimmelt es von Trollen. Gnagnanga. Unter anderem wurde Kitzler's Law bereits erfüllt, und Hartge's Second Law ist eigentlich auch bereits mehrmals erfüllt worden.

Früher war's einfacher, als man sich da einfach mal zusammengesetzt hat, ohne die hilfreichen Kommentare vieler (Yeah! Auch ich geb' hier meinen Senf dazu) und den Ärger in einem netten Gespräch beigelegt hat.

Damit ich noch meinem Ruf als EinradMonty gerecht werden kann: Ich war wieder unterwegs. Nachdem es inzwischen wieder dunkel ist, wenn ich heimkomme, müssen sich meine Ausflüge auf Wochenenden konzentrieren, also war ich am Samstag zwischen Tamm und Besigheim unterwegs, am Sonntag dann in Hoheneck. Unterwegs habe ich ein bisschen mit meiner Kamera gespielt...

Nachdem ich dermassen faul war in den letzten Wochen, hat mir das auch einen gehörigen Muskelkater eingebracht, der ist aber vorbei und deshalb werd' ich heute wieder fahren.

Auf dem MP3-Player hatte ich noch die Reste der letzten Fahrt: Big Generator von Yes, und dann SMPTe und Bridge Across Forever von transatlantic. Progressive Rock vom Feinsten.

22 Oktober 2006

Idiotenquiz

Fernsehen bildet! Und schon seit einer Weile kann man seine neu gewonnene Bildung kurz vor dem Werbebreak unter Beweis stellen. Nur ein Beispiel aus dem heutigen Fernsehprogramm:
Wie heisst das wohl bekannteste Liebespaar?
a) Romeo und Julia
b) Maja und Willi
Neee oder? Wie strunzdumm geht's denn noch? Das ist doch nicht zu toppen, oder? Natürlich: noch innerhalb der gleichen Stunde vernahm ich auf einem anderen Sender:
Welches Gerät verwendet man zu Schuhe Anziehen?
a) Schuhlöffel oder
b) Schuhgabel
Ja Verdammich! Kommen sich nicht schon die Moderatoren beim Verlesen dieses geistigen Dünnschisses verkackeiert vor? Ich als Zuschauer schon.

Selbst in etwas gehobener Unterhaltung macht sich diese Verarsche breit, Aiman Abdallah bekommt sicherlich schon Blähungen, wenn sich seine Sendung der Werbepause nähert.
Wie dringend brauche ich Werbepausenquizes?
a) Wie ein zweites Arschloch
b) So dringend wie der Fisch ein Fahrrad
Fragt sich nur, warum man seine Zuschauer denn mit aller Gewalt veralbert. Es geht wohl um die Kohle, die Millonen geistiger Tiefflieger liegenlassen, wenn sie die sackteuere 0180 Nummer anrufen, im Glauben, der einzige zu sein, der die Lösung erraten hat. Klasse! Eine Frage, die ich beantworten kann!

Eines Tages werde ich noch eine Hirnblutung bei einer dieser Fragen bekommen!

Gott was bin ich froh, dass ich wenigstens gestern wieder einen Auftritt mit Stahl Fatal hatte. Tamm diesmal, keine 5 Kilometer von daheim entfernt. Lief nicht schlecht, die Atmosphäre war berauschend.

08 Oktober 2006

Fauler Blogger

Wenigstens Einradfahren war ich. Letzte Woche war einfach nur Schweinewetter. Ich bin losgefahren, als es nur ein wenig genieselt, während ich unterwegs war, wurde es dann immer schlimmer. Da der Mountainbikereifen inzwischen das meiste des Profils eingebüßt hat, bin ich aber sowieso fast nur noch auf befestigten Wegen unterwegs, so dass es wenigstens nicht in eine Schlammschlacht ausgeartet ist. Inzwischen bin ich dann doch wieder so fit, dass ich nicht nur noch am Pumpen bin.

Gestern bin ich dann wieder die wesentlich anstrengendere Strecke durch den Favoritepark gefahren und konnte mich von meiner ansteigenden Form überzeugen. Prima, ich brauch kein Sauerstoffzelt mehr, wenn's bergauf geht.

Auf die Ohren gab's unterwegs japanische Trommeln: ich hatte die Gruppe Kodo mit den CDs Ubu-Suna, Warabe und Tsutusmi auf dem MP3-Player. Naja, irgendwie fehlt das Kitzeln im Bauch, wenn man diese mächtige Trommel auf einem Kopfhörer hört. Da hilft auch nicht, wenn man einen wirklich guten Kopfhörer hat...

Und zu guter Letzt noch ein wirklich schönes Musikstück für ein Appartment und sechs Drummer. Man findet das auch direkt bei Google Videos unter Music for one apartment and six drummers. Viel Spass!

30 September 2006

Tretmühle

Die Open-Air-Saison ist vorbei. Der Urlaub ist vorbei. Also geht's wieder ab in die alte Tretmühle. So sehr, dass ich darüber wieder zu bloggen vergesse. Mit wenig Mühe habe ich meinen inneren Schweinehund (ich nenne ihn liebevoll Schweini) besiegt: meine letzte Zigarette war vor über einer Woche. Ich hab's noch nicht einmal vermisst.

Auf das Einrad habe ich mich mit wenig mehr Mühe gesetzt: letzten Sonntag und heute wieder. Unter der Woche hatte ich wenig Zeit. Beide Touren haben mir mal wieder meinen desolaten körperlichen Zustand demonstriert: obwohl ich extra Touren ohne große Höhenunterschiede ausgesucht habe, pfeife ich bei jeder noch so kleinen Steigung aus dem letzten Loch. Es geht aber wieder aufwärts, heute war ich wieder deutlich schneller und ich mußte nur eine kurze Pause einlegen.

Musikalisch habe ich beim Einradfahren den Schwenk in die Vergangenheit vollführt: Yes - Drama und anschließend The Buggles - The Age of Plastic und Adventures in Modern Recording. Sehr unterhaltsam.

Letzte Woche war Motorradpflege angesagt: Der TÜV war abgelaufen, der Hinterreifen abgefahren und die Bremsbeläge vorne und hinten waren fast unten. Die 18.000km Inspektion habe ich knallhart verschlafen und die 24.000km war gerade dran, also TÜV, Hinterreifen und große Inspektion. Für das Geld kaufen andere ein ganzes Motorrad. Dafür habe ich dann als Ersatzmotorrad eine nagelneue VFR800 bekommen, mal was ganz was anderes. Das Teil klingt drei mal so schnell wie meine, ist es aber nicht ;).

Was noch: Ich steige unaufhaltsam bei WorldCommunityGrid. Ich weiss jetzt, wie man Wodka trinkt und nüchtern bleibt und experimentiere mit Google Calendar herum.

16 September 2006

Kein Zutritt

Tja. Das war's dann auch mit der Venezianischen Messe. Ein bisschen mehr als eine Stunde als Schlusslicht des Umzuges. Dann der letzte Auftritt des Tages auf dem Marktplatz. Fertig. Fertig? Najaaaaa. Nicht ganz.

Die Künstlergarderoben sind an der Messe wie immer im Kulturzentrum untergebracht. Wir haben also da zuerst unser Zeug untergestellt, sind dann aufbauen gegangen und dann wieder in die Garderobe zum Umziehen. Dann der Umzug und dann eben wieder zum Kulturzentrum. Essen und Trinken in der ausgezeichneten Kantine.

Dann der Auftritt auf dem Marktplatz um 23:30, einer unserer besten, so wie ich denke. Danach noch kurz anstossen beim Stand von Eis Olivier und der übliche Abbau. Fertig um 1:00. Was uns keiner gesagt hat, war, dass der Hausmeister des Kulturzentrums wohl so gegen 0:30 das Haus abgeschlossen hat. Keiner wußte, wer da zuständig ist.

Klasse. Wir standen also in Kostümen auf dem Marktplatz rum, nur zwei hatten ihre Autoschlüssel dabei, und auch Handys waren Mangelware. Die Nummer des Leiters der Messe hatten wir dann so gegen 1:15 ermittelt und haben den Mann aus dem Bett geworfen. War nicht der einzige...

Der gute Mann war nicht nur müde, der wusste auch nicht, wo man einen Schlüssel herbekommt. Schade. Polizei haben wir auch versucht, nur leider war die Wache in Ludwigsburg auch nicht wirklich erreichbare. Ein nachtschwärmender pensionierter Richter aus unserem Bekanntenkreis konnte dann die Ludwigsburger Polizei erreichen und mit sanftem Nachdruck eine Streife zum Kulturzentrum beordern.

Die Jungs kamen dann auch; schon unterwegs hatten die in Erfahrung gebracht, dass der Hausmeister unter dem Kulturzentrum wohnt, nur wo, war schwer herauszufinden. Nach einer kompletten Umrundung des Kulturzentrums konnten wir dann die Hausmeisterwohnung hinter einem Bauzaun versteckt finden.

Der außerordentlich nette und überaus verschlafene Hausmeister erschien dann nur Minuten später in Notbekleidung und verschaffte uns Zutritt zu unseren Habseligkeiten. Uhrenvergleich: inzwischen 2:15. Nach weiteren 10 Minuten (Rekordzeit!) verloren wir uns in die Nacht, um mit dem eigenen Fahrzeug zum eigenen Bett zu fahren.

Geil war's schon.

12 September 2006

Fuerte

Zwei Wochen. Lesen, schlafen, baden, Volleyball. Das alles hier. Tja, Google Maps war nicht untätig, vor meinem Urlaub war Fuerteventura ein verwaschener Blob auf der Karte. Jetzt gibts hochauflösende Satellitenfotos. Und ich hatte den Tracker nicht dabei. *seufz*

Dafür gibt's eben ein paar Fotos:

11 September 2006

Hotelkritiken

Boah! Wieder da! Zwei Wochen Fuerteventura. All inclusive. Sicherheitshalber hab' ich mich noch nicht auf die Waage gestellt. Besser ist das.

In den letzten Tagen vor der Abfahrt hat mich die Neugier übermannt und ich habe einfach mal unter dem exakten Namen des Hotels gegoogelt - mit dem Zusatz "Bewertung". Bei der Durchsicht ist mir dann doch aufgefallen, dass alle Bewertungsportale genau die gleichen Beiträge enthielten: [1], [2], [3], [4], [5].

Toll. Nicht nur Hubert stellt sich da die Frage, ob hier manipuliert wird. Ich hätte mir den Scheiß nicht angucken sollen, mir sind dann doch Bedenken gekommen - völlig unnötig. Die Betten waren riesig, das Familienzimmer war entsprechend riesig, um die Betten bequem zu beherbergen, das Essen konnte man essen und im Pool konnte man baden. Das Freizeitangebot war reichlich, die Kinderbetreuung kompetent und ich habe mich erholt.

Ich pfeife auf diese Hotelkritiken. Völlig uninteressant.

25 August 2006

Urlaub

Yeah! Endlich Urlaub. Die nächsten drei Wochen ausspannen, spät aufstehen, Fuerteventura, nicht nachdenken, baden, 30°, feiern, Beachvolleyball spielen, lesen, dumm rumsitzen, Leute angucken, Sandburgen bauen, schnorcheln, scharchen, Cocktails schlürfen, Sonne genießen, Auto leihen, was anderes sehen, Zehen ins Meer hängen und Bauch bräunen.

Da kann man es gerade noch verschmerzen, dass das Sonnensystem nur noch 8 Planeten hat. Was soll man jetzt nur mit dem Merksatz Mein Vater Erklärt Mir Jeden Samstag Unsere Neun Planeten machen? Und wer tröstet jetzt Pluto?

Auch meinen Kampf mit der Hardware kann ich jetzt drei Wochen liegen lassen. Und Trommelstöcke nehme ich auch erst in drei Wochen wieder in die Hand, bald ist Venezianische Messe in Ludwigsburg, da trete ich wieder auf.

Aber jetzt geh' ich erst mal die Badehose einpacken, das Wetter hier geht mir wirklich auf den Keks.

24 August 2006

419

Tja, so kann's gehen: Millionen EMails werden täglich verschickt in der Hoffnung, einen richtig Dummen aus der Masse der Empfänger zu ziehen und ihn dann - per Vorschussbetrug - um seine sauerverdienten Kröten zu bringen. Der gute alte Nigeria-Brief (oder 419 Scam) scheint auch heute noch zu funktionieren.

Immer? Wohl eher immer seltener. Nicht nur, dass die Masche immer bekannter wird, nein, da haben sich auch noch solche Spassvögel wie zum Beispiel die 419 Eater im Internet breit gemacht. Diese Leute binden die Arbeitskraft der Betrüger, indem sie sie in einen irrwitzigen EMail-Verkehr verwickeln, bei dem nur das vermeintliche Betrugsopfer noch genau weiss, was eigentlich los ist.

20 August 2006

Wochenende!

Zeit der Erholung! Zeit, um neue Kräfte für die Arbeit zu sammeln! Wie freue ich mich darauf - schon am Montag.

Schon am Freitag abend folgte ich der Einladung Enrique Ugartes zum Musical Anything Goes von Cole Porter in Ettlingen auf dem Schloßhof. Mit mir weitere 13 Stahlis, so daß es trotz der Schweinekälte eine kuschelige Veranstaltung wurde. Im Anschluß haben wir alle zusammen noch mit Enrique einen gehoben. War recht nett.

Samstag konnte ich die Erholung noch mit einem Volleyballturnier in Tamm. Leider nur zweiter geworden, der Ping-Pong Clan war im Endspiel einen Tick besser.

Abends gab es noch das Fest der Künste in Bissingen, ein Auftritt von Stahl Fatal direkt neben dem Rathaus. Beim Aufbauen hatten wir zwar mal das typische Stahlwetter (leichter Regen), pünktlich zum Auftritt war aber wieder alles trocken.

13 August 2006

Ich hab's ja so gewollt

Nach einem Monat Stahl Fatal muss ich jetzt auch mal wieder mit Fitness ran - Probe ist erst nächste Woche. Vor der Ausfahrt war allerdings eine Generalinspektion dran. Mein Einrad machte zunehmend mehr Lärm beim Fahren und außerdem fand ich es immer schwerer, den Kurs zu halten.

Immerhin war am Sattel eine wichtige Hutmutter verschwunden (die ich durch eine selbstsichernde ersetzt habe) und im Reifen haben 2 Bar gefehlt - wohl der Hauptgrund, wieso das Einrad immer in eine andere Richtung wollte als ich. Dabei habe ich die Tretkurbeln um ca. 45° versetzt - der Reifen sieht grausam aus. Die Saison muss der noch halten, dann wird er durch einen weniger stark profilierten ersetzt.

Gefahren bin ich dann die altbekannte Strecke Monrepos - Favoritepark - Ludwigsburg - Osterholz, diesmal aber, da der Favoritepark Sonn- und Feiertags für Radfahrer gesperrt ist, östlich um den Favoritepark drumrum. Manchmal kam auf der Strecke sogar mal Sonne, was meiner frisch geschorenen und desahlb noch bleichen Glatze zugute kam.

Die Überholung hat sich durchaus gelohnt: das Einrad wollte wieder in die selbe Richtung wie ich und das impertinente Geknirsche und Geknackse war weg. Auf dem Marktplatz in LB hab' ich dann Pause gemacht, danach hätte ich in die S-Bahn steigen sollen, denn aus Trainingsmangel und Ermüdung wurde der restliche Weg eher unerfreulich. Ich war reichlich ausgepumpt und die Fehlerquote ging unangenehm in die Höhe.

Auf dem Weg aus dem Osterholz runter haben sich dann auch noch meine Knie gemeldet. Das nächste mal wird die Runde kleiner. Ich hab's ja so gewollt.

Unterwegs gabs - wie so oft - Brian Eno auf die Ohren. Unter anderem das Album My Life in the Bush of Ghosts, das er zusammen mit David Byrne (Sänger von Talking Heads, der allerdings auf dieser Platte nicht einen Ton singt) eingespielt hat. Seltsamerweise hat man auf der CD-Ausgabe den Titel Q'ran durch Very, Very Hungry ersetzt. An und für sich ist auch der Ersatztitel nicht schlecht, aber für mich wirkt er wie ein Fremdkörper. Ich bin eben noch die Vinyl-Ausgabe gewohnt. Für meinen MP3-Player habe ich dann tatsächlich Q'ran von der Platte gerippt, damit ich mich nicht so stark umgewöhnen muss.

06 August 2006

Nachklapp

Noch mehr Netzfundstücke: Die Offenbach Post Online textet in ihrem Beitrag Erlebnis für Augen und Ohren zu dem Auftritt in Hanau am 30.7.:
Allerdings mag mancher der gut 1 000 Besucher im Schlosspark seine Zeit benötigt haben, um sich in die Inszenierung hineinzufinden. Denn die Auftritte der Ludwigsburger Percussiongruppe "Stahl Fatal" fesselten zwar mit ihrer ungeheuren musikalischen Intensität und optischen Präsenz, doch zunächst fiel es schwer, einen inneren Zusammenhang zwischen den Darbietungen der "Trommler", die auf Plastik- und Stahltonnen, mit Rohren und sogar auf Gießkannen musizierten, und der eigentlichen "Carmina Burana" mit ihren mittelalterlichen Liedern zu finden. Zunächst wirkte das Spiel von "Stahl Fatal" in ihren martialisch-futuristischen Kostümen wie ein Fremdkörper. Doch je länger die Inszenierung dauerte, umso mehr verwischte dieser scheinbare Gegensatz und beide Elemente verschmolzen zu einem stimmigen Ganzen.
Oho! Kritisch. Aber doch auch viel Lob für uns. Der Kreis-Anzeiger weiß noch in Ländliche Tänze, derbe Gesänge und zauberhafte Liebeslieder (Büdingen, 27.7.):
Zusammen mit der seit 1997 aktiven Rhythmusgruppe "Stahl Fatal", die mit Schrottteilen, Regentonnen und Klangröhren an moderne Gladiatoren erinnerten, die irgendwo zwischen Feuer speienden Gauklern und zu Techno tanzenden Ravern anzusiedeln sind, boten sie dem Publikum einen unvergesslichen Abend.
Naja. Techno? Raver? Ich kann nicht meckern, bisher konnte ich nur Lobeshymnen finden.

03 August 2006

Wurm

Es wurmt gewaltig im Ohr. Drei Tage schlage ich mich schon wieder mit meinen Computern herum und jede Minute, in der ich ein wenig Luft hole, kommt wieder ein Fetzen Carmina hoch. Vor allem die leisen Stellen. Ich kannte die Carmina schon immer recht gut, aber nach dieser Tour kann ich sie gar nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Wafna, Wafna!

Überhaupt werde ich die Carmina nie wieder anhören können, ohne an den entsprechenden Stellen auf eine Bühne rennen zu wollen.

Auch andere haben sich schon wieder mit der Carmina beschäftigt. So schreibt Echo Online (auf der Seite Ein Mittelalter-Markt mit Musik über den Auftritt in Lorsch am 29.7.):
In Lorsch darf man sich damit trösten, dass neben und während Orff auch die Schlagwerkgruppe "Stahl fatal" zum Zuge kommt, deren Verve sich oft trefflich ins Bild der Carmina fügt. Zur pikantesten Liebesszene des ganzen Stücks ("Si puer cum puellula") jedoch einen stilisierten Kampf aufzuführen, ist schlicht widersprüchlich. Aber so war's eben, das Mittelalter.

Naja, danke erst mal für das Lob. Was die pikante Liebesszene betrifft: Offensichtlich sehen wir, der Regisseur und auch Orff das ein wenig anders. Dem Text nach, hat Echo ja recht:

Si puer cum puellulaWenn Knabe und Mägdelein
moraretur in cellula,Verweilen im Kämmerlein
felix coniunctio.Seliges Beisammensein!
Amore suscrescenteWächst die Liebe sacht heran
pariter e medioUnd ist zwischen beiden alle Scham
avulso procul tedio,Gleicherweise abgetan,
fit ludus ineffabilisBeginnt ein unaussprechlich Spiel
membris, lacertis, labiiMit Gliedern, Armen, Lippen


Aber die Musik und der Chor deuten da eher den "Kampf" der Geschlechter an. Und schon paßt es wieder.

31 Juli 2006

Si Schrum!

  • Donnerstag, Büdingen. Schwere Gewitter und Hagel. Der Helm sitzt.
  • Samstag, Lorsch. Pralle Sonne und viel Wind. Der Helm sitzt.
  • Sonntag, Hanau. Regenschauer und Nebel. Der Helm sitzt.
Drei-Tatter-Weft, für toughe Stahlis.

Tja, das war's jetzt mit der Carmina-Burana-Tour. Drei Auftritte an vier Tagen, eigentlich hätte am Freitag noch ein Auftritt in Schwandorf (300km weg von allen anderen) stattfinden sollen.

Büdingen war eine entsetzlich nette Stadt, die Bühne stand in einem Burggraben. Nach gemütlichen Aufbau in praller Sonne hat uns dann eines der angekündigten Gewitter eingeholt: eine halbe Stunde Inferno, mit Starkregen und erfreulich kleinen Hagelkörnchen. Der dazugehörige Wind hat nicht nur versucht, unsere Zelte weg zu blasen (was ich mit Hans-Jacob und Andi, dem Brummifahrer zu verhindern wußte), sondern er hat auch den Bühnenaufbau umgeworfen. Der wiederum hat eines der bereits aufgebauten Plastikfässer in ein Geschoß verwandelt, das seinerseits Teile der Technik abgeräumt hat.

Ergebnis: zerstörte Technik um ein paar k€, ein deutlich wackeligerer Bühnenaufbau und ein paar bis auf die Haut durchnäßte Stahlis und Brummifahrer. Eine ganze Ladung feuchte Klamotten und ein um eine halbe Stunde verschobener Anfang (und deshalb auch keine Pause).

Dem Publikum war es egal, ausverkauftes Haus, alle sind gekommen und das Wetter hat nach dem Gewitter dann gehalten und es war angenehm kühl. Nach dem Auftritt wurde in der direkt angrenzenden Fußgängerzone dann noch Party gefeiert, mit Interview, Autogrammen und allem Drum & Dran.

Das Hotel in Wiesbaden war dann schön nahe an der Autobahn, dummerweise aber ohne Klimaanlage und gerade im Umbau, so dass man nur mit sperrangelweit geöffnetem Fenster schlafen konnte. Wir haben dann gemütlich mit den Russen Jesus und Prinz Eisenherz eine Ladung Wein aus dem Tetra-Pak, Prosecco und Bier vernichtet.



Freitag haben wir uns dann von der sehr freundlichen Hotelangestellten Samanda den Weg zum Riedsee bei Trebur/Leeheim erklären lassen. Nachdem so mäßiges Schmuddelwetter war, war's extrem leer. Baden war trotzdem Toll, das Wetter hat den See auf 27°C aufgeheizt. Abends gab's noch Pizza in Wiesbaden. Eigentlich wollten wir was asiatisches, aber der Thai, den wir gefunden haben, war elend teuer. Dann hat uns ein kleiner Italiener nebenan mit dem Duft von frischen Knoblauch gelockt.

Später gings mit dem Bus zurück ins Hotel. Dann sind wir alle umgekippt.



In Lorsch im Kloster (Weltkulturerbe!) war am Wetter nichts auszusetzen. Nachdem die Anreise recht kurz war, sind wir einfach zum Mittagessen eingerollt. Und wieder gab's italienisch. Danach haben wir unser Zeug ausgeladen, aufgebaut und eine kleine Durchlaufprobe gemacht - ohne Chef (dem am Samstag etwas dazwischen kam). Danach gab's Abliegen satt im Klostergarten während der Ersatzdirigent Enrique (dessen Nachname mir bislang noch keiner gesagt hat) das Orchester und den Chor noch schnell auf sein Tempo eingerenkt hat.
Update: Der Dirigent war Enrique Ugarte.

Von uns wollte Enrique gar nichts wissen, er war der Meinung, dass er genau weiss, wann unsere Einsätze kommen. Weia, wenn das mal gut geht! Und klar ist es gut gegangen, der Mann wusste genau, wovon er redet. Bei dem Auftritt ist eine ganze Menge Anhang angereist, nur Karlsruhe war bisher näher an Stuttgart.

Nach der Carmina hat Enrique dann geholfen, den Fressstand mit uns zusammen abzuräumen und am Ende haben wir auch noch eine Wette mit den Roadies gewonnen, indem wir unseren Krempel schneller eingeladen haben als die ihren.

Später haben wir uns dann noch an einer Licherkette versucht. Hat funktioniert.



Sonntag war der Abschluß in Hanau - die Gebrüder-Grimm-Stadt, wie ich jetzt weiß. Im Park des Schloß Phillipsruhe (Lock Philip ShutUp). Schwierig daran war, dass in der anderen Ecke des Parks eine Märchenaufführung, von 15:00-17:00 und 18:00-20:00. 10 Minuten für unsere Durchlaufprobe und 50 Min. für den Soundcheck, dann mussten wir wieder bis 20:00 leise sein.

Das wunderbare Wetter hat genau bis zu unserem Auftritt gehalten: bis zur Bühne war's noch trocken, dann hat's angefangen, Bindfäden zu regnen. Regen in professionellem Bühnenlicht sieht einfach toll aus und ich finde, im Regen spielen wir immer am besten. Der Chor und das Orchester finden sich wohl selbst im Regen nicht so toll, deshalb haben die uns nach dem Abschlag hängen lassen, bis unser Herold endlich verkündete, dass wir den Schauer abwarten werden. Also runter von der Bühne und 10 Minuten später haben wir uns dann mit Chor wieder aufgebaut und triefnass den Dagadagadum in Kurzfassung einfach nochmal gespielt.

Danach blieb es glücklicherweise trocken, bis auf die Tatsache, dass Nicole mit Begeisterung ihre Fahne in die Pfützen getunkt hat, um uns und den Chor mit feinen Sprühnebeln vom Fahnenende zu erfrischen. Das Orchester hatte sich feigerweise bereits vor Beginn unter ein Zelt verkrochen - selber Schuld.

Nach der Vorstellung wurden wir von den Ständen mit Lachstartar und Brezeln versorgt, zum Runterspülen gab's ungefiltertes Bier in eiskalt. Einfach nett von den Leuten. Danach direkt nach Hause - war echt überfällig.

Und jetzt: s' isch rum. Si schrum.

26 Juli 2006

Es ist jetzt genug

Fast 40°. Nachts ist es nicht besser. Schlafen ist da nicht mehr einfach - dafür bin ich tagsüber hundemüde. So langsam reicht es mir. Am besten jetzt Urlaub im Süden, vielleicht ist's da kühler.

Eine Lokalzeitung - leider weiß ich gerade nicht welche - hat ein Bild von Heike und mir im Dialog abgedruckt. Dazu schreibt Sabine Frick:
Den fulminanten Schlusspunkt setzte am Samstagabend die Trommelgruppe "Stahl fatal", die mit einer temperamentvollen Percussion-Shw im Fackelschein viele hundert Besucher begeisterte.
Nachdem ich nur eine Farbkopie habe und das weder in der Stuttgarter Zeitung noch in der Ludwigsburger Kreiszeitung gefunden habe, wäre es nett, wenn mir jemand sagen könnte, in welcher Zeitung das wohl gestanden hat. Ich hab leider nur eine Farbkopie von einem Teil der Seite.
Update: Es stand in der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 24. Juli 2006, Lokalteil Remseck und Kornwestheim.

Morgen geht es los zum Höhepunkt der Carmina Burana Tour. Vier Auftritte an vier Tagen in vier verschiedenen Orten. Da bin ich doch mal gespannt! Nachdem ich so ein Faible für Google Maps habe, hier noch schnell eine Karte mit allen Auftritten.

22 Juli 2006

Noch mehr Stahl

Tja, der Juli ist so vollgepflastert mit Auftritten, dass ich weder zum Einradfahren noch zum Bloggen komme. Ok, das mit dem Einrad ist wohl ein Vorwand: Mir ist es einfach zu warm, so wie Frank bei 30°C durch die Pampa zu radeln. Ich ziehe meinen Hut, das pack' ich nicht.

Noch gleich am Samstag (15.7.) haben wir in Nörten-Hardenberg gespielt, leider nur vor halbbesetzten Rängen. Laut Hausherrn war wohl die verspätete Werbung schuld, bis März hätte da wohl Turandot gespielt werden sollen. Nachdem das ganze direkt neben der berühmten Schnapsbrennerei stattfand, ließ jemand von der Firma (war anscheinend der Chef) es sich nicht nehmen, uns eines seiner neuesten Erzeugnisse vorzustellen: der Kleine Keiler, lecker, aber geht tierisch in die Birne.

Immerhin konnte man bei hna.de nachlesen:
Gespickt hatte Keitel die Carmina Burana mit den mehrfach ausgezeichneten Ludwigsburger Percussionisten Stahl Fatal. Die trommelten bei dem Open-Air-Spektakel mit an der Bühne vorbeifliegenden Vögeln nicht nur auf Plastik- und Stahlfässern, sondern auch bei einem sehens- und hörenswerten Stockkampf durch das gegeneinander Schlagen der Holzstöcke und das Berühren der auf den Oberschenkeln befestigten Metallplatten.
Bild von hna.de, ich bin rechts mit dem Zuprosten beschäftigt. In der Mitte auf dem Tisch sieht man den Tenor Yanosch Nepela, der den gebratenen Schwan gibt.

Zu dem Auftritt in Meersburg wusste der suedkurier.de zu sagen:

Das mittelalterliche Bild wird durch die Percussionistengruppe "Stahl Fatal" abgerundet. In einem Feuerwerk von kraftvollen, eingängigen Rhythmen verwandelt die Percussionistengruppe alles in Musik, was sie in die Hände bekommt. Da fungieren Stahlfässer und Stöcke als Rhythmusmittel, Klangröhren werden zu einem rituell-virtuos läutenden Glockenspiel und ein Stockkampf steigert sich zu einem alles greifenden Rhythmus.

Dirigent Wilhelm Keitel steht indes wie ein Fels inmitten seines Orchesters, den Blick fest auf die Bühne gerichtet, auf der das Spektakel stattfindet. Manchmal lenkt er die Szenerie nur mit seinen Blicken, ganz im Takt, im Rhythmus gefangen. Dann wieder hebt er den Finger oder den Stock um Chor und Orchester zu dirigieren. Voller Spannung, eins mit der Musik und schon um den Klang wissend, der als nächstes kommen wird.

Das Bild und Text stammen von Eva-Maria Bast vom Südkurier, und schon wieder bin ich drauf: links, wohl beim Dagadagadum, den wir vor O Fortuna spielen. "Rituell-virtuos" hat mir besonders gefallen, vielen Dank, Frau Bast.

Und weil das alles nicht reicht, war gestern nochmal die Carmina in Karlsruhe. Ein tolles Konzert, bei brütender Hitze vor dem bis zum Anschlag aufgeheizten Schloß. Vielleich finde ich auch dazu eine Kritik im Netz, das kommt dann später. Heute spielt Stahl Fatal bei der 1200-Jahr-Feier von Neckargröningen.

Nächste Woche kommt dann der Hammer mit 4 Auftritten:
Nett daran ist, dass Schwandorf nicht wirklich in der Nähe der anderen 3 Auftrittsorte liegt. Na denn, Prost. Und viel im Schatten sitzen!

14 Juli 2006

Carmi? Na... Burana!

Yeah! Gestern haben wir wieder. Diesmal musste Meersburg daran glauben. Auf dem Schloßplatz war eine recht enge Bühne. Ein einfach klasse Auftritt, diesmal leider ohne unseren Trommelbaum. Diesmal hatten wir dann auch wieder eine Pause zwischen Uf dem Anger und In tabernam, so dass auch hinter der Bühne die Aufführung einigermassen entspannt von statten ging.

Wahres Drama war indes nach dem Schlussapplaus: Gelegentliche Gewitter müssen halt sein und danach ist die Luft so viel frischer.