16 Dezember 2006

Extreme Basteling

Terror! Ich will meiner Tochter ein besonderes Weihnachtsgeschenk machen: da in ihrem Zimmer kein so rechter Platz sein will für ihren Schreibtisch (der gesamte Platz an der Wand ist belegt oder unter einer Dachschräge), hatte ich beschlossen, ihr Bett nach oben zu verlagern.

Prima, ich hab' damals ja Markenware gekauft, also ab ins Möbelhaus und nachfragen. Toll, der Markenhersteller hat bereits vor 6 Jahren die Luken dicht gemacht und Ersatzteile sind nicht mehr zu bekommen. Naja, macht ja nix, kaufen wir einfach ein neues Bett, das wird ja wohl bis Weihnachten reichen. Wohl doch eher nicht, das einzige ansehnliche Bett ist immerhin schon Ende Januar zu bekommen.

Kann nicht so schlimm sein, dann bau' ich das Gestell eben selber, also los in den Baumarkt. Nachdem dort alle wie die Blöden Weihnachtsbäume kaufen, ist am Holzzuschnitt so wenig los, dass der Sägemeister erst mal ausgerufen werden muss. Dafür sägt er mir meine 12,5m Kantholz fachgerecht genau rechtwinklig ab - mit meiner Stichsäge bin ich da chancenlos.

1 Stunde später habe ich bereits 2 H-förmige Holzobjekte, die exakt die selbe Breite wie das Bett haben und die jetzt exakt unter die Füsse des Betts passen. Verdübelt, verleimt und verschraubt. Morgen kommt das in das Zimmer meiner Tochter und die beiden H werden mit einem Kantholz exakt in Bettlänge miteineander verbunden und dann die gesamte Konstruktion unter das Bett gedübelt. Eigentlich war ich schon drauf und dran, die beiden H bereits im Keller miteinander zu verbinden, gerade noch rechtzeitig konnte ich mir die Frage stellen, wie ich dann wohl mit dem Gestell durch die Tür passen soll. Manchmal lohnt sich das Denken wohl doch...
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