12 September 2020

Einradstatistik August

Naja, ich weiß. Ich hab's schleifen lassen. Der September ist schon zu einen Drittel rum. Und erst jetzt rücke ich mit der Statistik raus. Ich weiß, meine 2 Leser warten doch schon sehnsüchtig drauf. Gut, möglicherweise hat niemand bemerkt, dass ich da noch nix gepostet habe. Ein bisschen Urlaub hatte ich noch im August, deshalb war die erste Woche auch noch recht heftig. Und siehe da - am 7. hatte ich dann die 3000km voll - vorausgesetzt man zählt meine Arbeitswege mit dazu. Wenn man ganz genau ist und die Arbeitswege nicht mitzählt, habe ich die 3000 dann am 17. voll gemacht. Dafür, dass ich wegen Corona fast nur noch Homeoffice mache, kommen da immer noch ganz schön Kilometer zusammen.

Der August in Zahlen: 455km in 17 Touren (466, wenn man Arbeitswege dazu zählt), dabei bin ich 4394 Höhenmeter geklettert. Einen Tag und 12 Stunden habe ich dazu im Sattel verbracht - teilweise mit fiesem Sattelbrand.

Nachdem meine Plastikpedale schon wieder total durchgetreten waren, habe ich neue, sackteure Shimano-Pedale draufgemacht und einmal habe ich mir die Spikes erfolgreich ins rechte Schienbein gezimmert - die halten den Schuh richtig gut fest, und wenn man's so macht wie ich halt auch die Haut.

Der Marathon-Reifen hat sich inzwischen nicht nur in einen Slick verwandelt, am Schluss konnte man auf der Mittelrille einen größeren Teil der "Unkaputtbar-Schicht" bewundern. Weil mir der Schwalbe Marathon recht gut gefallen hat und der über 3000km durchgehalten hat, hab' ich wieder einen drauf gemacht. Never change a winning Team.

24 August 2020

Almans

CC-BY-2.0 Marco Verch
Deutschlandhut CC-BY-2.0 Marco Verch
Im Großen und Ganzen sind Begegnungen im Verkehr mit dem Einrad sehr positiv. Durch die schiere Größe des 29" Rades ragt man aus dem Verkehr heraus, der ungewohnte Anblick macht aufmerksam. Oft lassen mir Autofahrer die Vorfahrt - wahrscheinlich schon deshalb, um mich fahren zu sehen. Gelegentlich hupt mir ein Autofahrer auch hinterher, um dann freundlich zu winken. Radfahrer, die mir entgegenkommen, lassen sehr viel Platz. beim Überholen machen sie eher langsam.

Oft wird mir mit anerkennendem Nicken begegnet, ab und zu habe ich auch das Standardgespräch "Ist das schwer?" (Nein, nicht nach über 30 Jahren Einrad) und "Das könnte ich nicht." (Wahrscheinlich schon, man muss halt eine Weile üben). Und selbstverständlich gibt es auch die, die einen - für sie - ganz neuen Witz machen. Einradfahrer kennen alle.

Und dann gibt es, ganz, ganz selten noch die Almans. Die dich lautstark anmeckern, dass Radfahren auf dem Bürgersteig verboten ist. Die dich anmeckern, weil sie jetzt 2 mal mit dem Rad bremsen mussten, weil du viel Platz brauchst. Die meckern, dass Du auf dem Feldweg links fährst. Einer hat mich zwei mal auf dem Feldweg mit dem Auto bedrängt, weil er der Meinung war, ich mache was falsch. Echte Almans.

Ich mache mir über diese Typen mehr Gedanken, als sie verdienen - das ist vielleicht einer auf 1000km...

03 August 2020

Einradstatistik Juli

Hui! Was für ein Monat. Fast nur tolles Einradwetter - deshalb auch wieder verheerend für Natur und Landwirtschaft. Ab Mitte Juli hatte ich dann Urlaub und bin deshalb noch mehr gefahren. Nachdem ich in der Umgebung so langsam jeden Grashalm kenne, bin ich für längere Touren auch mal erst mit dem Auto losgefahren und habe dann einen Rundkurs - meist aufs Geratewohl - gefahren.

Das klappt halt leider auch nicht jedesmal so richtig toll, ein paar mal bin ich auf Waldwege bis hin zum Trampelpfad gelandet, und einmal musste ich mich von einem einfach mal so endenden Waldweg querfeldein zum nächsten Weg durchkämpfen. Dabei ist es doch mehr als praktisch, dass man da nur ein Rad dabei hat. Sehr hilfreich dabei ist auch ein Smartphone mit OpenStreetmap/OsmAnd+. Was haben die Leute da nur früher gemacht?

Bei dieser Hitze und Fahrten um die drei Stunden muss man auf ausreichend Wasser achten - nachdem ich mich einmal tüchtig überanstrengt habe und dehydriert vom Rad gefallen bin, habe ich meinen 2l Trinkschlauch ausgegraben und fahre jetzt mit einer Trinkweste herum. Sieht bescheuert aus, hilft aber. Außerdem kann man endlich mal das Smartphone sinnvoll unterbringen.

In Zahlen sieht der Juli recht eindrucksvoll aus: ich habe 25 Touren aufgezeichnet - mit insgesamt 656km (also etwa 26km pro Tour!). Dabei bin ich 7235m in die Höhe geklettert und habe dafür 2 Tage und 4¾ Stunden im Einradsattel verbracht. Macht einen Schnitt von etwa 12,4km/h aus.

Dabei habe ich meine gesamte bisher aufgelaufene Podcast-Bibliothek durchgehört und musste leider auch das Ende der Aufwachen! Podcasts mit Folge 444 erleben - momentan höre ich alle Folgen von Eine Stunde History an, wenn gerade nix neues von den anderen 20 Abos ansteht. Sternengeschichten und Raumzeit hab' ich halt auch schon durch.

04 Juli 2020

Einradstatistik Juni

Du meine Güte, war das ein Monat. Nachdem ich im Mai zeitweise auf den Quax-Sattel gewechselt bin, wurden meine Hinternprobleme noch schlimmer, also wieder auf den Kris Holm zurück. Da hab' ich dann auch verschiedene Einstellungen durchprobiert, bis ich dann mit einer Kombination aus den richtigen Hosen, Sitzcreme, dem richtigen Mix aus sitzen und aufstehen und einer etwas niedrigeren Sattelstellung meine §§/§"$&-Sitzpickel los zu bekommen.

Damit muss man wohl rechnen, wenn man so viel Einrad fährt.

Á propos viel Einrad: im Juni habe ich 19 Touren aufgezeichnet, coronabedingt war ich nur 2 mal mit S-Bahn und Einrad unterwegs. Damit komme ich auf 445km mit 4480 Höhenmetern (die ca. 1% Steigung scheint sich hier als Konstante zu etablieren). Dafür habe ich insgesamt einen Tag und 11½ Stunden im Sattel verbracht.

Aus den geplanten Marathonteilnahmen wird 2020 nichts, Erfurt, Görlitz und Hofheim haben abgesagt. Verständlich. Dafür war meine längste Tour 40,3km - ich kann meinen Marathon ja auch einfach alleine fahren.

Der Schwalbe Marathon MTB+ ist jetzt seit etwa 2300km drauf, so langsam ist das Profil in der Mitte weg. Einmal habe ich die Pedale schon um 90° versetzt, damit jetzt andere Totpunkte wegradiert werden, aber lange macht der Reifen das nicht mehr mit. Auf jeden Fall hat der länger durchgehalten als die meisten anderen Reifen. Nachdem überwiegend schönes Wetter ist, brauche ich eh nicht viel Profil auf der Lauffläche und ich fahre das Teil, bis das Untergewebe rausguckt.

Dafür habe ich inzwischen die Pedallager schon wieder kaputtgetreten - vielleicht sollte ich bei den Pedalen mehr Geld anlegen.


28 Juni 2020

Zwischendurch - Neckar



Das war jetzt doch zu schön. Bei so einem Wetter werden die Touren auch mal länger und ich werde etwas experimentierfreudiger. Im weiteren Verlauf dieser Tour habe ich mich aber dann übel verfranzt und musste das Rad auf einem engen Trampelpfad direkt am Neckar entlang schieben und wurde zum Dank dafür übel von Schnaken zerstochen.

Nächstes mal, wenn ich dort in der Gegend bin, bleibe ich in Kleiningersheim auf der Höhe und fahre direkt nach Westen (go Weeeeest) nach Hessigheim runter - offensichtlich gibt's dort keinen sinnvollen Weg am Neckar entlang. Genau von der Stelle, an der ich das Video gemacht habe, hätte ich mal auf die Karte gucken sollen, dann hätte ich mir Schieben und Stiche sparen können.

Durch mehrmaliges Ändern der Sattelstellung und die genialen Radhosen von SQLab (geiles Wortspiel, Jungs) ist es mir dann auch gelungen, die Sitzposition so einzustellen, dass ich von wundgescheuerten Stellen und Sitzpickeln einigermaßen verschont bleibe - ein Problem, das mit steigenden Distanzen immer akuter wurde.


05 Juni 2020

Einradstatistik Mai

Das war ja mal was: im Mai bin ich bei 21 Touren insgesamt 503 Kilometer näher an mein 3000km-Ziel für 2020 gekommen. Dazu habe ich einen Tag und etwas mehr als 15 Stunden im Sattel verbracht - was insgesamt einen Schnitt von etwa 12,8km/h ausmacht.

Dabei habe ich knapp mehr als 5km an Höhe gewonnen. Eigentlich wollte ich im Mai beim Haßbergritt mitfahren - der ist aber coronabedingt ausgefallen. Auch die Erfurt- und Görlitz-Marathons werden ausfallen. Was soll's, ich fahre sowieso gerne alleine.

Dafür bin ich im Mai einfach mal gar nicht S-Bahn gefahren.

01 Mai 2020

Einradstatistik April

Es geht vorwärts mit meinem Projekt 3000 - im April bin ich, bedingt durch das sehr schöne Wetter und Corona-Homeoffice extrem viel Einrad gefahren. An 30 Tagen im April bin ich 25 Touren gefahren - an zwei Tagen hatte ich einen fiesen Hexenschuss, an zwei bin ich ins Büro gefahren und hatte mal kein Homeoffice und an einem Tag hatte ich einfach keine Lust, weil es geregnet hat.

Das hat mich meinem 3000-Kilometerziel dann 540 km näher gebracht. Auf dieser Strecke habe ich eine Höhendifferenz von 5080m (rauf und wieder runter) zurück gelegt. Einen Tag und fast 21 Stunden saß ich dafür im Sattel.

Was hat's gebracht? Ich bin wesentlich fitter geworden - Teilweise muss ich bei Steigungen, die ich vor 2 Jahren nicht geschafft hätte noch nicht mal mehr aus dem Sattel. Die Strecken, die ich zum reinen Vergnügen fahre, werden immer länger. Die Anzahl der Pedallager, die ich über die Zeit kaputttrete, wird größer.