23 Juni 2018

Musik

Auf facebook ging vor Kurzem wieder mal so ein Serienpost herum, so eins von der Sorte poste 10 Tage lang jeden Tag einen Mrtlbrmft und nominiere jemanden, auch Mrtlbrnft zu posten. Diesmal war der Mrtlbrnft interessant genug und obwohl mich niemand nominiert hat und ich niemanden nominieren wollte, habe ich dann (fast) jeden Tag eine LP/CD gepostet, die mir sehr wichtig ist, die ich sehr oft gehört habe und die mich natürlich auch beeinflusst hat.

Teilweise doch eine interessante Reise in die Vergangenheit. Hier nochmal die Zusammenfassung.

Robert Fripp/Andy Summers: I Advance Masked, 1982

Sergei Prokofjew: Peter und der Wolf, Berliner Philharmoniker · Fritz Lehmann · Mathias Wieman, 1965

Brian Eno: Ambient 1: Music for Airports, 1978

The Residents: Commercial Album, 1980

 Ludwig van Beethoven: Die Klaviersonaten, 1793-1822, Wilhelm Kempff, 1964
Laurie Anderson: USA Live, 1984



Cliff Martinez: Solaris, 2002

Jacques Loussier Trio: Play Bach, 1959

Brian Eno/David Byrne: My Life in the Bush of Ghosts, 1981

Geinoh Yamashirogumi: Akira: Original Soundtrack, 1988

Peter Gabriel: Ein deutsches Album, 1980

King Crimson: Discipline, 1981

King Crimson: Beat, 1982

Die Ärzte: Runter mit den Spendierhosen, Unsichtbarer!, 2000

18 Juni 2018

Grubenhund

Allen, die sich über die "Fake News"von Moritz Hürtgen aufregen, sei der Wikipedia-Artikel Grubenhund (Zeitung) ans Herz gelegt. Das Lancieren von Falschmeldungen in der Presse ist offensichtlich schon seit 1908 in Mode - so langsam sollte die Presse doch mal gelernt haben, ihre Quellen nicht nur zu schützen, sondern auch mal zu prüfen.

Genau genommen beschweren sich gerade haufenweise Leute, die ihren Job nicht richtig machen über jemanden, der seinen Job gemacht hat.

Bild: Grubenhunt (Public Domain)

16 Juni 2018

Coldbrew

Einfach mal kalter Kaffee? Komische Idee. Beim Lesen von Cory Doctorow's Homeland war immer wieder von Coldbrew Coffee die Rede - das muss ich doch auch mal versuchen. Die Idee hinter Coldbrew ist, dass man den frisch gemahlenen Kaffee mit kaltem Wasser aufgießt und dann lange ziehen lässt. Der Theorie zufolge sollen dann die Inhaltsstoffe des Kaffees in einem anderen Mischungsverhältnis ins Wasser übergehen - eine ganze Reihe von Bitterstoffen sollen dann gar nicht im Wasser gelöst werden.

In der Praxis ist das nicht wirklich komplizierter, als sich das auf dem Papier anhört: Kaffee in die Mühle (mehr als bei gebrühtem Kaffee), nicht allzu fein mahlen, dann in die Kanne und Wasser drauf. Ein paar mal umrühren, so einmal in der Stunde.

Nach etwa 8 Stunden kann man dann filtern, den Coldbrew kann man dann kalt mit Eiswürfeln trinken oder für verschiedene Mixgetränke verwenden. Ich find's tatsächlich lecker.

So, und jetzt ein paar Empfehlungen:

  • Little Brother und Homeland von Cory Doctorow. Lesen. EBook ist für umsonst, es gibt auch Übersetzungen ins Deutsche. In Romanform ein tiefer Einblick wie Hacking und digitale Bürgerrechte. Der Mann weiß, wovon er schreibt, schaut einfach mal seinen Eintrag in der Wikipedia an.
  • Kaffeewerk Zollernalb. Guter Kaffee. Lange bei niedriger Temperatur geröstet. Eine unterstützenswertes Projekt, bei dem Behinderte mit Nichtbehinderten zusammenarbeiten. Ist auf jeden Fall besser als Bürsten und Lappen "von den Blinden" an der Haustür zu kaufen.

15 Juni 2018

Wieder nicht gestürzt.

Freitag. Mein freier Tag. Es ist nicht so brutal warm wie letzte Woche, aber es regnet auch nicht mehr. Der Paketbote hat mir ein Paar fingerlose atmungsaktive Radhandschuhe gebracht - also gibt es für mich keine sinnvolle Entschuldigung, daheim rumzuhocken.

Auf die Gefahr hin, mich nochmal auf die Fresse zu packen hüpfe ich also wieder mal aufs Rad - diesmal 19km im Dreieck Markgröningen, Bietigheim, Ludwigsburg. Sehr entspannt, aber es sind ein paar giftige Anstiege und Abfahrten dabei. Ich hab' auch echt aufgepasst, denn heute Abend darf ich mit The Cube beim Goldbergfest auftreten - falls noch Kurzentschlossene und noch hören möchten: es ist um 22:00. Davor gibt's Schülerbands, das ist sicher auch hörenswert.

Auf's Ohr gibt es heute: Logbuch:Netzpolitik, heute die neueste Folge LNP258 Zarte Gefühle für Angela Merkel - ein Titel den die Macher passend empfanden, da einer der beiden feststellen musste, dass er so langsam Angie zu schätzen lernt, da er bei ihr wenigstens das Gefühl habe, dass sie wenigstens manchmal nachdenkt. Durchaus interessant - es geht vor allem um Bürgerrechte - speziell im Zusammenhang mit Computern halt. Was denn auch sonst, bei mir.

14 Juni 2018

Lage der Nation

Heute wollte ich kurz mal ansprechen, was ich in letzter Zeit so höre. Klar, immer noch viel Musik.
Sehr viel Musik. Aber inzwischen auch sehr viel Podcast. Vor allem beim Einradfahren wird es sonst ein wenig langweilig. Und Hörbücher habe ich alle schon durch, aus die selbstgemachten.

Bild von kuechenstud.io geklaut
Der Podcast, den ich vorstellen möchte ist Lage der Nation. Die hätten zwar gerne eine Bewertung auf iTunes, damit kann ich aber nicht dienen. Ich mache nichts mit kleinem i vorne dran. Deshalb empfehle ich die beiden hier weiter. Es handelt sich um den Journalisten Philip Banse und den Juristen Ulf Burmeyer, die recht ausgewogen und sehr kritisch im Wochenrhythmus über die Lage der Nation berichten.

Dabei gehen sie mit niemandem besonders schonend um und legen fundiert immer wieder den Finger in verschiedene Wunden, wie z.B. in den BAMF-"Skandal", den sie schon sehr früh als einige auf Druck von oben nicht mit der notwendigen Sorgfalt bearbeitete Anträge entlarvt haben.

Nichts für Leute mit vorgefertigten Meinungen.

12 Juni 2018

Bassschauspieler

Immer wieder - in Proben und auch bei Auftritten - ertappe ich mich. Plötzlich stehe ich so halb neben mir und habe das Gefühl, dass ich nur so tue, als könnte ich Bass spielen. Alle anderen um mich rum wissen genau was sie tun und ich tue nur so, als wüsste ich es.

Bild von Mike Rophone
Alle anderen können spielen und ich imitiere nur jemanden, der spielen kann. So eine Art Musikermimikry. Und in so einem Moment hoffe ich, dass mich niemand durchschaut. Dass mein Schauspiel, mein gemimtes Selbstvertrauen, meine Pose richtig überzeugend ist.

Es gibt so viele Leute, die so viel mehr können. Und manchmal vergleiche ich mich mit diesen Leuten und vergesse, dass Musik kein Wettbewerb ist, dass es keinen Ersten oder Besten gibt.

Und dann geht dieser Zustand auch glücklicherweise irgendwann wieder vorbei und ich weiß wieder, dass nur zählt, dass ich und alle um mich drumrum Spaß haben.

11 Juni 2018

Ich muss wahnsinnig sein

Kaum habe ich den Schock des Sturzes vom Freitag verdaut, zieht es mich am Sonntag schon wieder aufs Einrad. Naja, zumindest hab' etwas daraus gelernt: Aus falschem Ehrgeiz war ich bergab zu schnell unterwegs. Das ist auf einem Einrad jetzt prinzipiell eine eher schlechte Idee.

Also: diesmal eine kürzere Runde, und das deutlich weniger Stress. Auf den Gehörstöpseln habe ich diesmal einen Podcast: Lage der Nation, Folge 102. Sehr empfehlenswert. Überhaupt höre ich in letzter Zeit massenweise Podcasts.

Am Ende habe ich dann 15km in etwas mehr als 90 Minuten geradelt, für gemütlich ist das immer noch recht flott.

Mike Rophone war inzwischen auch fleißig, der hat eine Aufnahme von The Narrows auf Youtube hochgeladen.
Und hier noch - weil ich gerne damit angeben will - noch ein paar von Mikes Fotos: