23 März 2014

Crimson ProkeKCt, Karlsruhe

Tja. Kann auch schlechter laufen. Sonja und ich waren in Karlsruhe die einzigen, die ein VIP-Ticket für Crimson ProjeKCt gebucht haben - dementsprechend haben wir eine noch bevorzugtere Behandlung erfahren als erwartet. Nahezu auf die Sekunde genau hat uns der Tourmanager Francesco uns an der Tür abgeholt und war von da ab immer verfügbar, uns zu betüdeln.

Soundcheck war durchaus interessant, die hatten aber eine Menge Probleme - am Schluss hat sich nach vielem Hin und Her dann herausgestellt, dass die Techniker zwei Kabel nicht angeschlossen hatten - wie üblich halt die einfachste Erklärung, wieso es gerade nicht tut.

Danach war nochmals großes Meet & Greet, nachdem sich einige Musiker schon im Konzertsaal einzeln vorgestellt hatten (Tobias Ralph und Tony Levin sind einfach mal vorbeigekommen, der Rest hat von der Bühne gewinkt) und ein Schwätzchen gehalten hatten, dabei hab ich einige meiner CDs signieren lassen. Markus Reuter hat ein etwas längeres Schwätzchen gehalten, er konnte sich an mich sogar noch aus Asheville erinnern. Muss an meinem Bart liegen.

Konzert war dann der Hammer - es ist schon erstaunlich, was die in 3 Jahren noch an Entwicklung zugelegt haben. Das starre Trio-Trio-alle-Schema von 2011 ist einem lockerern Hin und Her gewichen: ganz am Anfang startet Markus Reuter mit einer Soundscape-Improvisation, die langsam von beiden Schlagzeugern unterstützt wird und dann in ein verlängertes Intro von B'Boom übergeht.

Und so geht's dann weiter mit ständig wechselnden Besetzungen, mit Stücken von Adrian Belew's e, von der Stick Man Open und natürlich von King Crimson. Und dann noch ein Stück von Stravinsky zwischenrein.

Das ganze in einem Konzertsaal, in dem der Sitz bei jedem Bass schüttelt und in dem man bei jedem Kick der Bassdrum einen Schlag in den Brustkorb spürt. Um es ganz kurz zu sagen: wir haben uns prächtig amüsiert.

08 März 2014

Ich bin Hacker

CC-BY-SA 3.0 Baggage Master
Auf der Apache OpenOffice Mailing Liste ist es eine FAQ: Ich habe mein Dokument verschlüsselt und das Passwort vergessen, jetzt möchte ich das wieder öffnen. Die Standard-Antwort schreib's neu - die Verschlüsselung ist nicht von Microsoft lag mir auf der Zunge, aber die Dame hatte ein ganzes selbsgeschriebenes Buch in den Limbo gecryptet.

Wie bekommt man also das Passwort zu einer bisher als sicher angesehenen Verschlüsselung raus?
  • Dictionary Attack
  • Brute Force
Also hab' ich mal geantwortet, dass man da einen Passwort Cracker verwendet und einen Link auf John the Ripper. Und eine Kurzanleitung, wie man damit umgeht.

Was wirklich klar war: wer ein ganzes Buch wegcryptet ist kein Computernerd. Der hätte das nicht gemacht und außerdem 20 Sicherungen auf verschiedenen Medien gehalten. Unsere Autorin hatte das nicht - und ihr gutgemeinter Versuch mit der vorcompilierten Windows-Variante (da passiert nix mit einem Doppelklick) endete, wie er enden musste.

Nachdem ich mit der Kurzanleitung auch gepostet hatte, dass sie sich vielleicht vertrauensvoll damit an einen Nerd wenden soll, tat sie mit ihrem Schlamassel das einzig Folgerichtige: sie fragt natürlich mich. Da hätte ich auch selbst draufkommen können.

Zu ihrem nicht enden wollenden Glück war ich aber interessiert genug, um einen Versuch zu wagen, also hab' ich mich mal dran gemacht.
  1. John compilieren. Und da fangen sie schon an, die Probleme: John ist in erster Linie mal Single Thread. Das kann auf Multicores immer nur einen Prozessor benutzen. Ich hab' 4 Kerne mit Hyperthreading, kann also gleichzeitig 8 rechenintensive Prozesse laufen lassen. Das Wiki erklärt aber, wie es geht: MPI benutzen. Dazu muss man schonmal am Makefile rumfummeln und eine Menge Zeug nachinstallieren.
  2. MPI Umgebung installieren:
    apt-get install mpi-default-dev mpi-default-bin
    Naja, war ja nicht schwer.
  3. Wörterbücher finden und installieren. Ich hab' mich für Englisch und eine Liste mit einigen 1000 Passwörtern entschieden, nachdem ich nochmal nachgefragt habe, welche Sprache für das Passwort in Frage kommt.
  4. Den Passwort Hash aus dem ODF-Dokument holen - da hat John schon ein Tool dabei:
    ./odf2john.py Livro.odt > passwd
  5. John starten. Auf 7 Prozessoren, ich möchte ja noch Katzenvideos gucken können:
    mpiexec -np 7 ./john --format=odf passwd
  6. Sehr lange warten. Dabei zuhören, wie die Lüfter in meinem Rechner auf Anschlag drehen. Die Logdatei john.log klärt mich nach einer Minute darüber auf, dass der Singles Shot Mode nichts gebracht hat und nach einer weiteren Stunde, dass der Dictionary Attack fehlgeschlagen ist. Ab jetzt ist es Brute Force.
  7. Nach weiteren 10 Stunden meldet Prozess #4, dass er das Passwort gefunden hat, dass man aber wegen MPI die anderen Prozesse von Hand anhalten muss. Man erkennt also nicht am Rechnergeräusch, dass John was gefunden hat.
Naja, 11 Stunden auf 7 Prozessoren, für ein Passwort mit 7 Kleinbuchstaben - hässlich. Bei 10 Buchstaben kanns wirklich so sein, dass neu schreiben schneller geht.


02 März 2014

Lilypond und Bass-Tabs

Irgendwann kommt jedes Gedächtnis an Grenzen - also schreibt man auch Musik auf. So richtig gefallen hat mir mein Gekritzel aber nicht, also habe ich mich auf die Suche nach flexiblen Notensazt für umsonst gemacht, und Lilypond gefunden.

Lilypond ist für den Notensatz das, was LaTeX für den Satz von mathematischen Texten ist: kein WYSIWYG- sondern ein WYGIWYW-Tool. Die Noten werden mit einer flexiblen Syntax geschrieben, mit einigen Satzanweisungen versehen und dann compiliert. Als Ergebnis bekommt man PDF.

In meinem Fall habe ich mir Systeme mit Noten und Bass-Tabs für einen 5-Saiter herausgelassen - mit wenigen Befehlen kann man aber auch die Tabs weglassen oder auch Akkorddiagramme für Gitarre dazumachen.

Die Notation für eine Stimme ist dabei denkbar einfach: Man schreibt die Notennamen hintereinander auf, dabei kann man auswählen, in welcher Sprache das geschehen soll, meine Auswahl "deutsch" stellt dabei sicher, dass h und b dabei richtig interpretiert werden und dass mit cis ein erhöhtes c und mit des ein vermindertes d gemeint ist.

Die Rhythmik wird mit Zahlen angegeben, c4 sagt aus, dass man eine Viertelnote auf c meint. Lässt man die Tonlänge weg, wird einfach der Wert der letzten Note genommen. Hinweise für die gewünschte Saite werden mit \3 eingegeben, wenn man die weglässt, dann wird die Saite mit dem niedrigsten Bund genommen.

Der Quellcode für die Seite oben ist dann
\version "2.16.0"
\language "deutsch"
\header {
    title = "I Need a Woman (Like Sarah Palin)"
    composer = "The Cube - Darrin Maxwell"
}


cho = {
    \chordmode {
 % Verse
 d2. a4 e1
 d2. a4 e1
 % Verse (Breaks)
 d2. a4 e1
 d2. a4 e1
 % Chorus
 h1:m g a e2 cis:m e1
 % Keyb Solo
 e1
 e1 e:7 a a a2 h
 d1 e d e
    }
}
tune = {
    \relative c, {
 \mark "=1= Verse"
 \repeat volta 2 {
     d8\3
     cis d\3 cis d\3_. a\4 r e ~
     e e e e e'\3 e, e'\3 e\3

     d8\3 cis d\3 cis d\3_. dis\3 r e\3 ~
     e\3 e\3 e\3 e\3 e\3 e\3 e, e'\3
 }
    } \break

    \relative c, {
 \mark "                    =1a= Verse 2 (Breaks)"
 \repeat volta 2 {
     d8\3
     d\3 r4. cis8 ~ cis r e8\3 e\3 r4 r2
     d8\3 d\3 r4. cis8 ~ cis r e8\3 e\3 r4 r2
 }
    } \break

    \relative c, {
 \mark "  =2= Chorus"
 \repeat volta 2 {
     h1
     g
     a
 }
 \alternative {
     { e'2\3 dis\3 }
     { e,8 e e e e e e e }
 }
    } \break

    \relative c, {
 \mark "     =3= Keyb Solo"
 \repeat volta 4 {
     e8\3 e, e e'\3 e, e e'\3 e,
     % e'\3 e, e e'\3 e, e e'\3 e,
 }
 \repeat volta 2 {
     e'2\3 r8 e8\3 ~ e4\3
     d2\3 r8 d8\3 ~ d4\3
     cis2\3 r8 cis8\3 ~ cis4\3
 }
 \alternative {
     { a2 r8 a8 ~ a4 }
     { a8 a a a h h h h }
 }

    } \break

    \relative c, {
 \mark "     =4= Bass Solo"
 \repeat volta 4 {
     d8\3 a d\3 a d\3 a r e ~
     e e'\3 r e\3 a\2 a\2 gis4\2
     d8\3 a d\3 a d\3 a r e ~
     e4 r8 e e e e'\3 e,
 }
    }
}

\layout {
  % In Tabs alles anzeigen
  \override Voice.StringNumber #'stencil = ##f
  % Mehr Space zwischen den Systemen:
  \context {
    \Staff
    \override VerticalAxisGroup #'default-staff-staff-spacing
     #'basic-distance = #12
  }
}
\score {
    <<
 \new ChordNames {
     \tempo 4 = 125
     \cho
 }
 \new Staff {
     \clef "bass_8"
     \time 4/4
     \tune
 }
 \new TabStaff \with { stringTunings = #bass-five-string-tuning } {
     \tabFullNotation
     \tune
 }
    >>
}
\markup {Abfolge: als Intro 8T Pause, Slide nach d als Auftakt - =1= =1= =2= =1a= =3= =4= =1= =2= }
\markup {8T Pause (Git only), Slide nach d als Auftakt - =1=, dann 8tel auf e bis Fadeout }
Lilypond ist für meine kleinen Notenblätter genausogut geeignet wie für komplette Orchesterpartituren.

01 März 2014

Spambox: Aktivieren Sie Ihr Konto: F4-F9-T6-08-G1

Plump, einfach, effizient und an meinem Spamfilter vorbei. Da ist eben nicht viel, auf das man matchen könnte.
Return-Path: <anonymous@webxc43s02.ad.aruba.it>
Received: from bugs ([unix socket])
  by bugs (Cyrus vXXXXX) with LMTPA;
  Sat, 01 Mar 2014 04:55:01 +0100
X-Sieve: CMU Sieve X.X
Received: from smtplqs-out28.aruba.it ([62.149.158.XX] helo=smtplqs-out40.aruba.it)
 by bugs with esmtp (Exim X.XX)
 (envelope-from <anonymous@webxc43s02.ad.aruba.it>)
 id 1WJb0u-0007Lp-Tt
 for xxxx@hampft.de; Sat, 01 Mar 2014 04:55:01 +0100
Received: from webxc43s02.ad.aruba.it ([62.149.145.28])
 by smartcmd03.ad.aruba.it with bizsmtp
 id Y3uu1n00F0cyziu013uu0n; Sat, 01 Mar 2014 04:54:54 +0100
Received: (qmail 16736 invoked by uid 19121497); 1 Mar 2014 03:54:54 -0000
Date: 1 Mar 2014 03:54:54 -0000
Message-ID: <20140301035454.16734.qmail@webxc43s02.ad.aruba.it>
To: xxxx@hampft.de
X-PHP-Originating-Script: 19121497:mailinoo.php
From: Wichtig-paypal <Uopazrtpport@caQsfpaigner.re>
MIME-Version: 1.0
Content-Type: text/html
Content-Transfer-Encoding: 8bit
X-SA-Exim-Connect-IP: 62.149.158.68
X-SA-Exim-Rcpt-To: klaus@hampft.de
X-SA-Exim-Mail-From: anonymous@webxc43s02.ad.aruba.it
X-Spam-Checker-Version: SpamAssassin xxxxxxxx on bugs
X-Spam-Level: *
X-Spam-Status: No, score=1.8 required=5.0 tests=BAYES_05=-0.5,
 HTML_IMAGE_ONLY_04=1.172,HTML_MESSAGE=0.001,HTML_MIME_NO_HTML_TAG=0.377,
 MIME_HTML_ONLY=0.723,RCVD_IN_DNSWL_NONE=-0.0001,RP_MATCHES_RCVD=-0.001,
 TO_NO_BRKTS_HTML_ONLY=0.001,T_REMOTE_IMAGE=0.01 autolearn=no version=X.X.X
Subject: Aktivieren Sie Ihr Konto: F4-F9-T6-08-G1
X-SA-Exim-Version: XXX (XXX)
X-SA-Exim-Scanned: Yes (on bugs)



<img alt="" src="http://www.serica.net/1.png"></p> <p> <u><strong><a href="http://www.thailandamulet8899.com/css/dee/index.php" target="_blank">Aktivieren Sie Ihr Konto</a></strong></u></p> <p> <img alt="" src="http://www.serica.net/2.png">
Das dazugehörige Bild (das ein anständiger Mailreader auf keinen Fall runterlädt) ist das hier:
Das ist fehlerfrei - deshalb wahrscheinlich ein Screenshot direkt von PayPal. Ich sach ja, einfach und effizient. Langsam bekomme ich Angst vor den Spammern, die Intelligenz dieser Leute scheint jetzt höher zu sein als bei ca. 30% ihrer potentiellen Opfer.

30 Januar 2014

Spambox: ohne pädagogische back Boden Barriere

Heute einfach so an meinem Spamfilter vorbei gerutscht:
Hallo liebe,

Mein Name ist Eliana J.Seyang, ich bin 25 Jahre alt, ein Mädchen auf  
der Suche nach einem Mann, der Liebe als Vertrauen und Glauben  
versteht, sondern als eine Möglichkeit, Spaß immer, aber eine gereifte  
Mann mit Sinn für Humor es zu sehen. Ich bin daran interessiert, eine  
Beziehung mit Ihnen, und ich werde auch gerne mehr über Sie wissen.  
Sie sind frei, um mich wieder zu schreiben, so dass ich Ihnen mehr  
über mich selbst mit meinen Bildern zu erzählen.

Bedenken Sie auch, dass Liebe hat keine Farben Barriere, ohne  
pädagogische back Boden Barriere, keine sozio-ökonomischen Barrier,  
religiösen, Sprache, Nationalität oder Abstand Barriere, ist die  
einzige wichtige Sache, die Liebe und Verständnis. Ich warte auf Ihre  
E-Mails und Erklärungen über Sie.

Ich glaube, wir können von hier aus starten. Ich warte, von Ihnen bald  
zu hören, und ich werde dir meine Fotos schicken und sagen Ihnen mehr  
über mich.

Eliana
Ich muss Eliana jetzt wirklich entäuschen - sie bekommt heute keine EMail mit Erklärungen über mir.

20 Januar 2014

Spambox-Perle

Sehr geehrter Amazon Kunde, Wir haben vor kurzem festgestellt, dass verschiedene Computer zu Ihrem Amazon-Konto, das Kennwort und der vorliegenden Schach mehr taient vor dem Anschluss zu verbinden. Jetzt muessen wir die neuen Informationen aus Ihrem Amazon-Konto zu bestaetigen. Wenn nicht innerhalb von 48 Stunden abgeschlossen werden, sind wir gezwungen, Ihr Konto auf unbestimmte Zeit auszusetzen, weil es in eine betruegerische Absicht verwendet werden kann. Vielen Dank fuer Ihr Verstaendnis in dieser Weise. Um Ihr Online-Konto zu bestaetigen:
>> Klicken Sie hier <<
Ich bin doch immer wieder erstaunt, dass die Dumme finden, die der vorliegenden Schach mehr taient vor dem Anschluss verbinden. Social Engineering at it's best.

09 Januar 2014

Geht gar nicht

Heute gesehen beim runterladen der neuesten gparted Live Version:
Der eigentliche Download-Link war viel weiter rechts zu finden, das da ist eine Anzeige, die auf eine Seite verlinkt, auf der man genausowenig mitbekommt, dass man da gparted gar nicht runterladen kann.

Ich wollte nur mal sagen: DAS NERVT. WIE SCHEISSE.

02 Dezember 2013

Bitte aktualisieren Sie Ihre Informationen aussitôt

Heute in meiner Spambox von Konto-Support promTyuuuotion@bhgGHGHF.Yuuiiiiio
 
Sehr geehrter Kunde,

  Einige Informationen auf Ihrem Konto angezeigt, zu fehlen oder falsch sind.
  Bitte aktualisieren Sie Ihre Informationen aussitôt, so dass Sie auch weiterhin zu genießen
  al l die Vorteile von Ihrem PayPal-Konto.
  Wenn Sie Ihre Informationen nicht aktualisieren Innerhalb von 13 Tagen werden wir begrenzen,
   was Sie mit Ihrem PayPal-Konto zu tun.                                                         
  UPDATE
Wenn Sie Hilfe bei der Anmeldung benötigen, um unsere Hilfe-Center gehen,
indem Sie auf den Link Hilfe in der Nähe befindet sich der rechten oberen Ecke einer beliebigen PayPal-Seite.
Mit freundlichen Grüßen
Seems legit.

22 November 2013

Liebes Tagebuch

Ist schon verblüffend, wie schnell so ein Jahr rumgehen kann. Und obwohl eigentlich nichts passiert ist, ist wahnsinnig viel passiert.
  1. Meine Kurve
    Bei meinem Gewicht hat sich nichts, aber auch gar nichts getan. Ich eiere in einem engen Korridor um die 88kg rum, das macht einen BMI von 26. Immer wenn ich etwas mehr habe, trete ich auch die Bremse, wenn ich drunter bin, gönne ich mir auch mal was. Ohne tägliches Wiegen ist das nicht zu machen. Ein Android-Programm namens Libra Weight Manager hilft mir dabei. Von meiner Freßsucht scheine ich mich geheilt zu haben, Hunger wird von mir jetzt auch eher als freundlicher Hinweis aufgenommen mal was zu essen, nicht als Zwang.
  2. Bei Stahl Fatal bin ich ausgestiegen. Ich hab' das jetzt 10 Jahre lang gemacht, irgendwann muss auch gut sein. Wenn Not am Mann ist, helfe ich gerne noch mal aus - als Vollmitglied kann ich mich nicht mehr sehen. Bei drei echt tollen Auftritten war ich dieses Jahr dabei - bei einem war Max Mutzke unsere "Vorgruppe".
  3. Blick vom Hauersee
    Ich war eine ganze Woche auf der Hauerseehütte. Keine Probleme. Naja, Blasen an den Füßen.
  4. Ich war auf dem Bass Camp 2013. Eine rundum tolle Erfahrung. Der Andrang auf das Camp 2014 ist so groß, dass ich wohl keinen Platz mehr finden werde und eigentlich will ich das auch gar nicht. Ich habe genug damit zu tun, das Camp 2013 zu verarbeiten.
  5. Als eine Folge aus Punkt 4 habe ich eine Band gesucht - als Bassist kann ich im Zimmerlein nichts mehr lernen. Gestern hatte ich meine zweite Probe mit The Cube und ich finde, es sieht gut aus. Auf jeden Fall ist mein Übungspensum sprunghaft von 10 Minuten auf 1,5 Stunden am Tag gestiegen. Die Zeit mit Stahl Fatal hat mir sehr geholfen - während dem Spielen gelingt es mir, alle Stimmen gleichzeitig zu hören. Das hilft sehr. Allerdings sind Cues wesentlich weniger deutlich als in einer Percussiongruppe, ich verpasse immer wieder mal einen Tonartwechsel. Auszählen will ich nicht, das macht einen blöden Gesichtsausdruck und die Flexibilität leidet dabei ungemein.
  6. Ich habe im letzten Jahr mein Eindrad fast komplett am Nagel hängen lassen.
  7. Auf dem Dreirad bin ich dafür etwa 2500km gefahren - fast alles, um Ingress zu spielen. Dazu kommen sicher noch ein paar hundert gelaufene Kilometer. Ingress ist ein echt cooles Spiel, aber so langsam hab' ich wohl genug davon.
Und wie jedes Jahr habe ich mir jetzt vorgenommen, hier wieder mehr zu bloggen. Mal guggn.

29 Dezember 2012

Arbeitsurlaub

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du meute kannst besorgen, das vrschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Wds du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das vxrschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf mirgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, tas verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst bsorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.

Ich muss zugeben, das wirkt eindrucksvoller, wenn man jeden einzelnen Buchstaben auf einer Schreibmaschine tippt. Mit Cut&Paste ist das jetzt nicht so der Hammer...

Wenn Du nix zu tun hast: finde alle Fehler!

01 Dezember 2012

Virtuell nach Virtuell via Ponyhof

Wie bekomme ich eine Parallels VM von einem leicht angegrauten Mac OS X auf VirtualBox unter Linux? Google war so hilfreich zu sagen, dass das doch ganz einfach geht: man nehme VMware Fusion dazu, die Testversion für 60 Tage ist völlig ausreichend.

Weitere Quellen raten mir noch, die Parallels Tools erst mal zu deinstallieren, das mache ich doch glatt erst mal.

Ein kurzer Test zeigt zweifelsfrei: nicht mit meinem Mac. Zu alt. Hmmm.

Wenn alles nicht mehr geht, greift man zu der reichbestückten Werkzeugkiste: grml. Schnell mal ein ISO geladen und los geht der Spass:
Erst mal ISO Image als CD-Rom einbinden und von der CD-Rom starten, und schon startet statt der wenig geliebten WindowsVM ein hübsches grml 2012.05, Codename Ponyhof. Ich hab' das kleine schwarze gewählt, es gibt wieder eine Small Edition - das tut es für die paar Befehle, die ich brauche.

Ein kurzer Check im Ponyhof:
root@grml # fdisk -l /dev/sda

Disk /dev/sda: 34.4 GB, 34360123392 bytes
255 heas, 63 sectors/track, 4177 cylinders, total 67103616 sectors
Units = sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0x00020002

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1   *          63    67087439    33543688+   7  HPFS/NTFS/exFAT
Ja, da ist meine Platte ja, und gemountet ist sie freundlicherweise auch nicht. Das Netzwerk einzurichten ist im Ponyhof auch nicht schwer - einfach n am Systemprompt und netcardconfig macht den Rest.

Dann können wir ja die richtig harten Geschütze auffahren: Auf dem Targetsystem (192.168.0.28) starten wir mal das Schweizer Offiziersmesser der Netzwerkadmins, NetCat im Listen Modus
nc -l 4444 | dd of=sda.hdd
Dann auf der laufenden grml den NetCat Sender starten:
dd if=/dev/sda | nc 192.168.0.28 4444 -q 10
So, jetzt ist es mal Zeit,  Kaffee zu machen, zu spülen und auch der Einkauf kommt jetzt mal dran - über den Airport des Mac sind so etwa 5MB/sec drin, das dauert halt so 2 Stunden.

Die Arbeit des Admins besteht eben oft daraus, einen wandernden Balken auf seinem Weg von links nach rechts mit den Augen zu begleiten - hier bekommt man noch nicht mal das geboten. Aus einer weitern Shell kann man ja auf empfängerseite mit
killall -USR1 dd
dem dd einen Tritt geben, der wird dann mit einem Zwischenbericht über die bisher verrichtete Arbeit quittiert - allerdings in der Shell, in der der dd läuft:
31637906+0 Datensätze ein
31637905+0 Datensätze aus
16198607360 Bytes (16 GB) kopiert, 1912,58 s, 8,5 MB/s
10 Sekunden, nachdem der dd auf der Senderseite fertig ist, beendet der NetCat die Verbindung (-q 10) und alle Befehle beenden sich.

Fein, jetzt habe ich auf Linux meine Festplatte als Image, was mache ich damit? Der Start mit VirtualBox misslingt, dem fehlen da einige Informationen, außerdem ist die 32G-Datei ein wenig sperrig, jede einzelne 0 steht da auf der Platte.

Also wird jetzt in VirtualBox eine neue VM angelegt mit passenden Werten, eine VDI-Platte mit 32G und das Ding wird von der grml-ISO gestartet, nun wird mein altes Empfängersystem zum Sender und die neue VM zum Emfänger - über das lokale vboxnet0 Netzwerk läuft es auch ein ganzes Eck schneller.

Tatsächlich kann man so jedes beliebige Festplattenformat für Virtualisierung in jedes andere überführen, so lange man nur noch die alte VM mit einem grml Image noch irgendwie gestartet bekommt.

Und wieder ist ein Tag ohne schwere Unfälle vergangen - vielen Dank, Sysadminman! Jetzt, wenn das blöde Windows seine eigene Platte benutzen könnte...

30 November 2012

Halbjahresbilanz


30.5.30.11.
Gewicht116,2kg89,3kg
BMI34,69826,665
Bauch125cm90cm
WHtR0,6830,492
Manchmal geht so ein halbes Jahr recht schnell rum. Ich habe am 30.5.2012 angefangen, mein Gewicht aufzuzeichnen und meinen Body Hack 3 Tage später mit einer Fastenwoche angefangen. 183 Tage diszipliniert essen. Kleine Portionen und feste Zeiten.

Es ist mir nicht immer leicht gefallen - im Gegenteil. Rauchen abgewöhnen war ein Scheiß dagegen. Etwas einfach aufhören ist vergleichsweise einfach. Über 40 Jahre Fehlverhalten korrigieren ist kein kleines Ding und trotz meiner Erfolge bin ich mir noch nicht sicher, ob ich schon über den Berg bin.

Andererseits kann ich wirklich stolz sein, mein Gewicht ist um über 25kg runter, wie hoch mein Bauchumfang am Anfang war, weiß ich gar nicht (für den Wert in dem Kasten oben rechts habe ich das ganz naiv mit einem Dreisatz über die Differenzen geschätzt). Seit dem 27.7. ist er um 16cm weniger geworden. Meine Hosen in Größe 56 kann ich wegwerfen - die in Größe 52 kann ich nur mit Gürtel tragen. Meine XL-TShirts gehen wieder bis unter den Bauchnabel.

Tatsächlich fühle ich mich kaum verändert - ich erschrecke nur, wenn ich mich in einem Spiegel sehe, ich bin meinen eigenen Anblick nicht mehr so recht gewohnt. Erst wenn ich mich bewege, werden die Unterschiede deutlicher. Vier Stockwerke Treppen bringen mich fast nicht mehr außer Atem und Einrad Bergauf ist auch nicht mehr so schwer. Der 1,5km von der S-Bahn zum Job bringt mich weder in Atemnot noch ins Schwitzen.

Ich habe das Gefühl, ich brauche jetzt mehr Schlaf - das kann aber auch daran liegen dass ich eine ziehmlich heftige Erkältung hatte. Dafür scheinen meine nächtlichen Schwitzattacken weg zu sein - das kann natürlich auch am Wetter liegen. Mein ständiges Sodbrennen ist weg und wird nicht vermisst.

Wahrscheinlich kommt jetzt der schwerste Teil, jetzt muss ich mein Gewicht halten. Das Ziel kann man erst mal so definieren: von jetzt an möchte ich den kleinen Rest 2012 und das gesamte 2013 mein Gewicht zwischen 85kg und 90kg halten.

Um den Jojo-Effekt habe ich mir Gedanken gemacht. Wahrscheinlich gibt es keinen Weg, dem Jojo zu entgehen. Also muss ich es nutzen: wenn ich die Ausschläge des Jojos möglichst klein halte und rechtzeitig reagiere, dann sieht es so aus, als wäre mein Gewicht konstant. Ich habe mir absichtlich einen Korridor von 5kg gelassen, in dem ich mich bewegen will. Mal sehen.

23 November 2012

Mission Accomplished

HihihiIch weiß, das klingt total nach Angabe. Stimmt ja auch, ich bin ein Angeber. Heute früh zeigt meine Waage 88,7kg an. Ich wollte es nicht glauben, also habe ich insgesamt drei mal gewogen. Jedes mal das Gleiche. 88,7kg. Es ist bestimmt wieder nur so ein komischer Hupfer in meinem Wasserhaushalt, gestern waren es ja noch 90,0kg.

So ganz sicher kann ich ja nur sein, wenn es jetzt mindestens eine Woche stabil unter 90kg sind, aber ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster:
Ich habe mein Ziel erreicht
Ich hab's. Über 26kg einfach mal weg. Ich sehe nicht mehr aus wie eine Preßwurst kurz vor dem Platzen. Ich habe meine Heißhungerattacken überwunden und mein Essverhalten komplett umgestellt.

Heute trinke ich eine Extratasse heißes Inger-Zitronenwasser auf mein Wohl und freue mich. Ich. Bin. Ein. Verdammter. Scheiß. Supermann!

18 November 2012

Outsourcing

von Volker Urban
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[CC-BY-SA-2.5
(http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)],
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Einmal im Jahr darf man als Zwangsarbeiter für das Finanzamt fungieren. Ohne irgendeine Software ist das insgesamt nicht zu schaffen - und ich habe Mathematik studiert. Trotz all der guten Vorsätze im letzten November, nächstes Jahr meine Steuer frühzeitig zu erledigen habe ich auch dieses Jahr erst mal die obligatorische Strafandrohung abgewartet - ohne die bekomme ich meinen Hintern nicht hoch.

Ich hab' ja keine Ahnung, wie andere das schaffen, ich werfe der Buhl Data Service jährlich 13€ in den Rachen, das ist ein geringer Preis für die PITA-Reduktion, die diese Software bringt. Dafür boote ich sogar mal ein Windows - vielen Dank auch an VirtualBox (und an Oracle, die dieses tolle Produkt mal nicht versenkt haben).

Der weitaus schlimmste Teil der Prozedur ist eigentlich, dass man gezwungen ist, sich durch gefühlte 2kg Papier durchzuwühlen und den Scheiß zu sortieren. Dieses Jahr neu entdeckt habe ich meine Lebensversicherung, die ich tatsächlich absetzen darf - das habe ich die letzten 12 Jahre irgendwie übersehen. Egal - wenn's denn unserem Staat geholfen hat, die immensen Schulden zu bewältigen! An mir soll's nicht liegen.

Gut, dass ich das alles machen darf, noch schlimmer wär's, wenn einmal im Jahr ein Finanzbeamter ins Haus schneit und meine Papiere durchackert, um meine Steuererklärung zu machen.

14 November 2012

Ode an das Feuchtbiotop, das ich heute auf meinem Handtuchschrank fand

Geboren aus steinaltem Apfelsaft,
Wasser und Speichelresten
schaust du mich an mit einem
wolligen Grinsen

Du Flauschinsel schwimmend
im Schorleozean

Entstanden aus der Sorglosigkeit
erhalten durch Trödelei und
gewachsen aus Faulheit

Mögest du alsbald dein
oktoberfestglasiges Domizil
tauschen mit der Asperger
Kanalisation

Bevor du laufen lernst!

04 November 2012

Stolz wie Bolle


Einrad 4.11. auf einer größeren Karte anzeigen
Es gibt kein schlechtes Wetter. Es gibt nur faule Ausreden. Man kann auch bei ganz miesem Wetter prima Einrad fahren. Um mir selbst zu beweisen, was ich für ein harter Typ bin, hab' ich mich auf mein Einrad geworfen und bin mal schnell 6km gefahren. Schwitzen muss ich ja sowieso, da macht das bisschen Wasser von oben nix aus.

Gegen das Getröpfel auf mein spärlich behaartes Haupt gibt es eine Mütze, beim Rest ist es nicht gar so wichtig, wenn's nass wird, ich geh' ja dann sowieso unter die Dusche.

Um das Ganze etwas besser zu kontrollieren, hab' ich eine alte Pulsuhr ausgegraben und mit Batterie ausgestattet - damit auf der Ebene mein Puls über 120 bleibt, muss ich schon ganz schön rödeln. Dafür muss ich mich in Steigungen echt zurücknehmen, da bin ich schnell mal so auf 180.

Zweehundert Buls habbisch - bald - duuu. Scheiße mit der Scheiße hier! Aber schee war's. Ich bin echt stolz darauf, was ich für ein harter Kerl™ bin.

01 November 2012

Kratz' mich am Rücken!


Einrad 1.11 auf einer größeren Karte anzeigen
Die letzte Woche war das Wetter so gruselig schlecht, dass ich es als willkommene Ausrede fürs faulsein nutzen konnte - das ist heute deutlich anders. Also war nur noch die Wahl zwischen Walking Sticks und Einrad zu treffen. Der neue Sattel auf dem Rad braucht noch einen ausgiebigen Test - also ab auf's Rad.

Nachdem der neue Quax Tourensattel eher bretthart ist (im Vergleich zum durchgesessenen Kris Holm Sattel) hab' ich es erst gar nicht mit einer Jogginghose versucht - es gibt spezielle gepolsterte Radlerhosen - direkt aus der Raketenforschung. Als Nerd hab' ich natürlich so was.

Die Tour heute ist eher gemäßigt, 10km in einer Stunde, wenig Steigung. Stiftung Arschtest sagt: wenn man den Sattel richtig einstellt, also mehr nach hinten, so dass man hauptsächlich auf dem hinteren Teil sitzt, dann kann ich wesentlich länger drauf sitzen, als ich das auf dem alten Teil konnte. Die knallenge Radlerhose hilft, alles am Platz zu halten, so dass man sich nix einklemmt. Feine Sache. Projekt Hinternschonung mit Erfolg abgeschlossen. Hurra!

Für die Ohren gab's heute was ganz Feines: Scratch my Back von Peter Gabriel. Mit jeder Platte bekommt der Mann es hin, was ganz Neues zu machen. Und wie bei jeder Platte von ihm musste ich sie mehrmals anhören, bevor sie mir so langsam gefällt. Ein gutes Zeichen.

Das ganz Neue, was er diesmal gemacht hat, ist das Orchester - den festen Vorsatz no Drums, no Guitars hat er eisern durchgehalten. Keines der Stücke ist wirklich neu, es sind Arrangements altbekannter Sachen von anderen Künstlern, z.B. David Bowie, Elbow und Talking Heads.

Dabei ist es Gabriel und seinem Arrangeur John Metcalfe gelungen, den Stücken ganz eigene Stimmung zu verleihen. Was ich oft an Popmusik mit Orchester gespielt hasse - nämlich dass die Dynamik und Rhythmik der Stücke zu einem Mus verrieben wird, ist hier nicht passiert - ein kleines Wunder. Ich glaube, wenn ich das Album noch ein paar mal höre, beginne ich es zu lieben.

Allerheiligen

Manchmal bin ich gar nicht so traurig über die religiöse Tradition in Deutschland. Speziell dann, wenn dafür ein Feiertag rausspringt. Ich weiß zwar gar nicht, was diese unsere Staatskirche an dem staatlich verordneten Feiertag genau feiert, aber das weiß die Kirche wohl auch nicht so recht. An Allerheiligen werden eben mal so alle Heiligen gefeiert, auch die, die keiner kennt. So ein richtiges Rundumfest halt, damit man auch die feiert, die sonst nicht gefeiert werden.

Ist doch auch völlig wurscht, das Fest liegt gerade genau so günstig, dass alle kräftig Halloween feiern können, so richtig schön bis spät in die Nacht. Dürfen ja schön alle ausschlafen. Auch bei Halloween weiß keiner, was man eigentlich feiert, ist auch völlig egal, hauptsache man darf Klingelputzen, Süßigkeiten abgreifen, sich gruselig verkleiden und dann mal so richtig besaufen. Manche brauchen halt auch einen Anlass, um sich wegzuschießen.

Viel lieber würde ich aber den Reformationstag feiern, da weiß man wenigstens, was man hat. Da feiern die Protestanten einen Mann, der sich gegen seine Kirche gestellt hat, da er der Meinung war, dass sie ihr Buch falsch auslegen. Dieser Luther hatte ganz schön Nerven und verdient die volle Anerkennung eines Atheisten. Auch wenn er meiner Meinung nach auf dem falschen Dampfer war, war er wenigstens nicht ganz so falsch wie der restliche Klerus.