24 August 2020

Almans

CC-BY-2.0 Marco Verch
Deutschlandhut CC-BY-2.0 Marco Verch
Im Großen und Ganzen sind Begegnungen im Verkehr mit dem Einrad sehr positiv. Durch die schiere Größe des 29" Rades ragt man aus dem Verkehr heraus, der ungewohnte Anblick macht aufmerksam. Oft lassen mir Autofahrer die Vorfahrt - wahrscheinlich schon deshalb, um mich fahren zu sehen. Gelegentlich hupt mir ein Autofahrer auch hinterher, um dann freundlich zu winken. Radfahrer, die mir entgegenkommen, lassen sehr viel Platz. beim Überholen machen sie eher langsam.

Oft wird mir mit anerkennendem Nicken begegnet, ab und zu habe ich auch das Standardgespräch "Ist das schwer?" (Nein, nicht nach über 30 Jahren Einrad) und "Das könnte ich nicht." (Wahrscheinlich schon, man muss halt eine Weile üben). Und selbstverständlich gibt es auch die, die einen - für sie - ganz neuen Witz machen. Einradfahrer kennen alle.

Und dann gibt es, ganz, ganz selten noch die Almans. Die dich lautstark anmeckern, dass Radfahren auf dem Bürgersteig verboten ist. Die dich anmeckern, weil sie jetzt 2 mal mit dem Rad bremsen mussten, weil du viel Platz brauchst. Die meckern, dass Du auf dem Feldweg links fährst. Einer hat mich zwei mal auf dem Feldweg mit dem Auto bedrängt, weil er der Meinung war, ich mache was falsch. Echte Almans.

Ich mache mir über diese Typen mehr Gedanken, als sie verdienen - das ist vielleicht einer auf 1000km...

03 August 2020

Einradstatistik Juli

Hui! Was für ein Monat. Fast nur tolles Einradwetter - deshalb auch wieder verheerend für Natur und Landwirtschaft. Ab Mitte Juli hatte ich dann Urlaub und bin deshalb noch mehr gefahren. Nachdem ich in der Umgebung so langsam jeden Grashalm kenne, bin ich für längere Touren auch mal erst mit dem Auto losgefahren und habe dann einen Rundkurs - meist aufs Geratewohl - gefahren.

Das klappt halt leider auch nicht jedesmal so richtig toll, ein paar mal bin ich auf Waldwege bis hin zum Trampelpfad gelandet, und einmal musste ich mich von einem einfach mal so endenden Waldweg querfeldein zum nächsten Weg durchkämpfen. Dabei ist es doch mehr als praktisch, dass man da nur ein Rad dabei hat. Sehr hilfreich dabei ist auch ein Smartphone mit OpenStreetmap/OsmAnd+. Was haben die Leute da nur früher gemacht?

Bei dieser Hitze und Fahrten um die drei Stunden muss man auf ausreichend Wasser achten - nachdem ich mich einmal tüchtig überanstrengt habe und dehydriert vom Rad gefallen bin, habe ich meinen 2l Trinkschlauch ausgegraben und fahre jetzt mit einer Trinkweste herum. Sieht bescheuert aus, hilft aber. Außerdem kann man endlich mal das Smartphone sinnvoll unterbringen.

In Zahlen sieht der Juli recht eindrucksvoll aus: ich habe 25 Touren aufgezeichnet - mit insgesamt 656km (also etwa 26km pro Tour!). Dabei bin ich 7235m in die Höhe geklettert und habe dafür 2 Tage und 4¾ Stunden im Einradsattel verbracht. Macht einen Schnitt von etwa 12,4km/h aus.

Dabei habe ich meine gesamte bisher aufgelaufene Podcast-Bibliothek durchgehört und musste leider auch das Ende der Aufwachen! Podcasts mit Folge 444 erleben - momentan höre ich alle Folgen von Eine Stunde History an, wenn gerade nix neues von den anderen 20 Abos ansteht. Sternengeschichten und Raumzeit hab' ich halt auch schon durch.