15 März 2015

Opsview

In meinem Job habe ich sehr lange Opsview für die Serverüberwachung eingesetzt und war sehr zufrieden damit. Dann wollte die Firma dahinter doch mal Geld verdienen. Kann man verstehen, ich verdiene auch gerne Geld.

Nachdem sie aber als Unterbau massiv GPL Software verwenden - nämlich Nagios und Perl - ist es nicht ganz egal, wie sie das tun wollen. Also haben sie irgendwann mal gesagt: Wir bieten drei Versionen an: Community, Pro und Enterprise. Bei der Community Version haben sie einige Details (die ich nicht brauche) weggelassen, bei der Pro und Enterprise Version noch Features dazu gestrickt. Die Pro und Enterprise kostet Geld, ab 200 überwachten Devices muss man Enterprise nehmen, das kostet mehr Geld. Bei Community gibt's keinen Support. Die Wahl fällt nicht schwer, ich habe Community genommen.

Dann kam Ubuntu 14.04, und ich wollte unseren Opsview Server updaten - ging aber nicht, die Community Version ließ sich nicht auf 14.04 installieren wegen Abhängigkeitsproblemen. Im Forum wurde vertröstet.

Am Donnerstag (also fast ein Jahr nach 14.04) dann endlich die Mail von Opsera: hurra, wir haben was neues - aber nicht Opsview Community auf Ubuntu 14.04, sondern Opsview Atom als Ersatz für Community. Das ist jetzt viel besser und kann noch automatische Erkennung und Benachrichtigung mit SMS. Und ist weiter kostenlos!!1!elf Gibt aber keinen Support.

Für bis zu 25 überwachte Rechner!!!!

Äh, was, Moment! Kurze Bestandsaufnahme: Ich überwache 213 Rechner. Jaja, da ist viel Kleinkram dabei, aber bei Virtualisierung ist das halt so. Es müsste also schon Enterprise sein. Für die Benachrichtigung haben wir ein EMail-SMS Gateway, da brauch ich nix von Opsview. Und automatische Erkennung von Devices? Bei maximal 25 Geräten? Wozu? Und Support hab' ich nie gebraucht.

Ich persönlich kann in meiner Situation jetzt also keine Verbesserung sehen. Sorry, liebe Opseras, bis Donnerstag war es echt schön mit euch. Aber andere Väter haben auch schöne Töchter. Mit GPL als Mitgift.
Kommentar veröffentlichen