18 November 2012

Outsourcing

von Volker Urban
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[CC-BY-SA-2.5
(http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)],
via Wikimedia Commons
Einmal im Jahr darf man als Zwangsarbeiter für das Finanzamt fungieren. Ohne irgendeine Software ist das insgesamt nicht zu schaffen - und ich habe Mathematik studiert. Trotz all der guten Vorsätze im letzten November, nächstes Jahr meine Steuer frühzeitig zu erledigen habe ich auch dieses Jahr erst mal die obligatorische Strafandrohung abgewartet - ohne die bekomme ich meinen Hintern nicht hoch.

Ich hab' ja keine Ahnung, wie andere das schaffen, ich werfe der Buhl Data Service jährlich 13€ in den Rachen, das ist ein geringer Preis für die PITA-Reduktion, die diese Software bringt. Dafür boote ich sogar mal ein Windows - vielen Dank auch an VirtualBox (und an Oracle, die dieses tolle Produkt mal nicht versenkt haben).

Der weitaus schlimmste Teil der Prozedur ist eigentlich, dass man gezwungen ist, sich durch gefühlte 2kg Papier durchzuwühlen und den Scheiß zu sortieren. Dieses Jahr neu entdeckt habe ich meine Lebensversicherung, die ich tatsächlich absetzen darf - das habe ich die letzten 12 Jahre irgendwie übersehen. Egal - wenn's denn unserem Staat geholfen hat, die immensen Schulden zu bewältigen! An mir soll's nicht liegen.

Gut, dass ich das alles machen darf, noch schlimmer wär's, wenn einmal im Jahr ein Finanzbeamter ins Haus schneit und meine Papiere durchackert, um meine Steuererklärung zu machen.
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