22 Juli 2006

Noch mehr Stahl

Tja, der Juli ist so vollgepflastert mit Auftritten, dass ich weder zum Einradfahren noch zum Bloggen komme. Ok, das mit dem Einrad ist wohl ein Vorwand: Mir ist es einfach zu warm, so wie Frank bei 30°C durch die Pampa zu radeln. Ich ziehe meinen Hut, das pack' ich nicht.

Noch gleich am Samstag (15.7.) haben wir in Nörten-Hardenberg gespielt, leider nur vor halbbesetzten Rängen. Laut Hausherrn war wohl die verspätete Werbung schuld, bis März hätte da wohl Turandot gespielt werden sollen. Nachdem das ganze direkt neben der berühmten Schnapsbrennerei stattfand, ließ jemand von der Firma (war anscheinend der Chef) es sich nicht nehmen, uns eines seiner neuesten Erzeugnisse vorzustellen: der Kleine Keiler, lecker, aber geht tierisch in die Birne.

Immerhin konnte man bei hna.de nachlesen:
Gespickt hatte Keitel die Carmina Burana mit den mehrfach ausgezeichneten Ludwigsburger Percussionisten Stahl Fatal. Die trommelten bei dem Open-Air-Spektakel mit an der Bühne vorbeifliegenden Vögeln nicht nur auf Plastik- und Stahlfässern, sondern auch bei einem sehens- und hörenswerten Stockkampf durch das gegeneinander Schlagen der Holzstöcke und das Berühren der auf den Oberschenkeln befestigten Metallplatten.
Bild von hna.de, ich bin rechts mit dem Zuprosten beschäftigt. In der Mitte auf dem Tisch sieht man den Tenor Yanosch Nepela, der den gebratenen Schwan gibt.

Zu dem Auftritt in Meersburg wusste der suedkurier.de zu sagen:

Das mittelalterliche Bild wird durch die Percussionistengruppe "Stahl Fatal" abgerundet. In einem Feuerwerk von kraftvollen, eingängigen Rhythmen verwandelt die Percussionistengruppe alles in Musik, was sie in die Hände bekommt. Da fungieren Stahlfässer und Stöcke als Rhythmusmittel, Klangröhren werden zu einem rituell-virtuos läutenden Glockenspiel und ein Stockkampf steigert sich zu einem alles greifenden Rhythmus.

Dirigent Wilhelm Keitel steht indes wie ein Fels inmitten seines Orchesters, den Blick fest auf die Bühne gerichtet, auf der das Spektakel stattfindet. Manchmal lenkt er die Szenerie nur mit seinen Blicken, ganz im Takt, im Rhythmus gefangen. Dann wieder hebt er den Finger oder den Stock um Chor und Orchester zu dirigieren. Voller Spannung, eins mit der Musik und schon um den Klang wissend, der als nächstes kommen wird.

Das Bild und Text stammen von Eva-Maria Bast vom Südkurier, und schon wieder bin ich drauf: links, wohl beim Dagadagadum, den wir vor O Fortuna spielen. "Rituell-virtuos" hat mir besonders gefallen, vielen Dank, Frau Bast.

Und weil das alles nicht reicht, war gestern nochmal die Carmina in Karlsruhe. Ein tolles Konzert, bei brütender Hitze vor dem bis zum Anschlag aufgeheizten Schloß. Vielleich finde ich auch dazu eine Kritik im Netz, das kommt dann später. Heute spielt Stahl Fatal bei der 1200-Jahr-Feier von Neckargröningen.

Nächste Woche kommt dann der Hammer mit 4 Auftritten:
Nett daran ist, dass Schwandorf nicht wirklich in der Nähe der anderen 3 Auftrittsorte liegt. Na denn, Prost. Und viel im Schatten sitzen!
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